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Wenn Aussetzen die letzte Option ist

Eine Frau setzt in Därstetten ihr Baby aus. Warum nutzte die Mutter die Berner Babyklappe nicht, in der schon drei Säuglinge abgegeben wurden? Der «Bund» hat mit Fachleuten gesprochen.

Eine Frau legt eine Baby-Puppe durch das erste Babyfenster im Kanton Bern im Lindenhofspital.

Eine Frau legt eine Baby-Puppe durch das erste Babyfenster im Kanton Bern im Lindenhofspital.

Es lag in einer Kartonschachtel: Am Wochenende hat ein Passant in Därstetten ein neugeborenes Mädchen bei einer Abfallsammelstelle gefunden. Das Kind ist nach wie vor im Spital, sein Zustand hat sich aber nicht weiter verschlechtert.

Es ist nicht das erste derartige Ereignis im Kanton Bern in jüngerer Vergangenheit: Bereits 2005 wurde ein Neugeborenes in einem Einkaufswagen im Coop in Steffisburg gefunden. Auch 2012 und 2013 wurden auf einer Abfalldeponie in Steinigand in Wimmis und in einer Coop-Filiale im Einkaufszentrum Strättligen zwei Säuglinge gefunden, einer davon leblos. Die Fälle werfen die Frage auf, wie es dazu kommen kann, dass Mütter das Aussetzen ihres Kindes als letzte Option sehen.

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