Weltcup Adelboden: Im Dorf ist es grün

Der Skibetrieb am Chuenisbärgli ist während des Rennwochenendes eingestellt – Grund ist der fehlende Schnee. Was ist mit der Rennstrecke?

Der Zielhang des Weltcups ist beschneit, im Dorf fehlt aber der Schnee.

Der Zielhang des Weltcups ist beschneit, im Dorf fehlt aber der Schnee.

(Bild: Christian Pfander)

Carole Güggi@carolegueggi

Kein öffentlicher Skibetrieb am Chuenisbärgli: Die Veranstalter des Weltcups weisen auf der Website darauf hin, dass während des Rennwochenendes am Zielhang keine Pisten offen sind. Grund: mangelnder Schnee.

Dass die Pisten im Bereich des Zielhangs am Chuenisbärgli nicht offen sind, sei nicht neu, das habe es in der Vergangenheit schon häufiger gegeben, erklärt Christian Haueter, Geschäftsführer des Weltcups in Adelboden. «Wir empfehlen dem Publikum deshalb die Anreise zu Fuss», sagt Haueter. Weiter oben im Skigebiet sei die Schneelage gut.

Was ist mit der Rennstrecke? «Wir erwarten super Verhältnisse», sagt Rennleiter Hans Pieren. Bereits im November begann die Präparation der Piste; das sei nicht immer einfach gewesen. «Während der Wärmewelle und durch den Föhn ist der Schnee geschmolzen», sagt Pieren. So wurde über die Festtage eifrig weiter beschneit, seit einer Woche zudem bewässert, damit der Schnee hart und kompakt wird. «Durch die klaren Nächte ist es gut durchgefroren, sodass wir nun eine 60 bis 80 Zentimeter dicke Schneeschicht auf der Rennstrecke haben», so Pieren.

Der Kostendruck bleibt

Neben der Wetterlage plagen immer wieder finanzielle Sorgen den Grossanlass. In den letzten Jahren schafften es die Veranstalter nicht, schwarze Zahlen zu schreiben. So wurde im vergangenen Jahr die Startnummernverlosung vom Dorf in den Boden verlegt, in die Nähe des Zielraums. Der damalige OK-Präsident Peter Willen, der inzwischen von Pascal von Allmen abgelöst wurde, rechnete dadurch mit einer Einsparung von etwa 50’000 Franken – weil dadurch im Dorf Adelboden weniger Infrastruktur aufgebaut werden muss.

Die Bedenken bleiben: «Wir haben Kostendruck, definitiv», sagt Geschäftsführer Christian Haueter. An der Änderung bei der Startnummernverlosung wird deshalb auch dieses Jahr festgehalten. Der Geschäftsführer ist dennoch zuversichtlich fürs kommende Wochenende. Der Vorverkauf der Tickets sei gut gelaufen, nicht zuletzt wegen der guten Leistung der Schweizer Athleten, erklärt er. Zudem würden an der Tageskasse erfahrungsgemäss relativ viele Eintritte verkauft.

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