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WEF-Gegner zogen durch Bern

In Bern wurde am Samstagnachmittag gegen das WEF demonstriert. Rund 1000 Personen schlossen sich dem Protestzug an.

Gegen 1000 Personen protestierten am Samstagnachmittag in Bern gegen das WEF.
Gegen 1000 Personen protestierten am Samstagnachmittag in Bern gegen das WEF.
Reuters

Rund 1000 Personen haben am Samstagnachmittag in Bern gegen das WEF demonstriert, das am nächsten Dienstag in Davos zum 50. Mal eröffnet wird. Der Protest startete um 15 Uhr auf dem Bahnhofplatz. Es wurden Transparente an den Baldachin gehängt und Petarden gezündet.

Vor dem Umzug durch die Altstadt machte die Kantonspolizei auf sich Aufmerksam. Per Lautsprecherdurchsage wurde darauf hingewiesen, dass Sachbeschädigungen oder Aufrufe zu Gewalt nicht toleriert werden.

Video: SDA

Die Polizei war während der ganzen Demonstration mit einem Grossaufgebot vor Ort. Beamte in Vollmontur eilten jeweils voraus, um gängige Ziele von Linksautonomen wie zum Beispiel Bankfilialen zu schützen. Durch den Umzug kam es auf mehreren Bernmobil-Linien zu Ausfällen und Verspätungen. Ab 19 Uhr soll wieder Normalbetrieb herrschen, wie Bernmobil auf Twitter mitteilt.

Ohne Bewilligung

Für die Demonstration wurde keine Bewilligung eingeholt, wurde von der Polizei aber als «spontane Kundgebung» toleriert. Angeführt wurde die Kundgebung von etwa 50 schwarz gekleideten Vermummten. Dahinter schlossen sich auch verschiedene kurdische Gruppen an, die gegen die militärische Offensive der Türkei in Nordsyrien demonstrierten. Der Marsch führte durch die Altstadt und verlief dann via Bubenbergplatz in die Länggasse. Es wurde Feuerwerk gezündet, Parolen skandiert und Flugblätter an Passanten verteilt.

Die Polizei sicherte die UBS-Filiale beim Bahnhofsplatz ab. Bild: Raphael Moser
Die Polizei sicherte die UBS-Filiale beim Bahnhofsplatz ab. Bild: Raphael Moser

Wie der Revolutionäre Aufbau auf einem solchen schreibt, stösst er sich an der Teilnehmerliste des WEF. Auf dieser stehen bloss «grosse Finanzinstitute, die grössten Umweltverschmutzer und zahlreiche Kriegsprofiteure». Der Anlass stehe exemplarisch für «die Krise und Barbarei des Kampitalismus».

Zudem bezeichneten Kapitalismusgegner in kurzen Ansprachen das Weltwirtschaftsforum in Davos als «Eispalast der Sozialen Kälte». Am WEF würden nicht Lösungen für die Konflikte in der Welt gesucht, sondern die Probleme geschaffen. Die Hauptgäste des Forums seien die Verursachenden von Unterdrückung.

Die Demonstraton endete kurz nach 17 Uhr vor der Reitschule. Danach teilte die Kantonspolizei auf Twitter mit, dass wenige Sprayereien festgestellt und eine brennende Mülltonne gelöscht werden musste. Drei Personen seien in Räumlichkeiten der Polizei kontrolliert worden.

WEF-Gegner auf dem Baldachindach. Bild: Raphael Moser
WEF-Gegner auf dem Baldachindach. Bild: Raphael Moser

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