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Was stört, muss weg

Poller-Kolumnist Martin Lehmann hat Angst, ein Spiessbürger geworden zu sein.

Man weiss ja heutzutage nicht mehr genau, wann etwas Kunst ist und wann nicht, und darum kommt es immer wieder mal vor, dass zum Beispiel eine Putzfrau ahnungslos Elemente eines Kunstwerks wegmacht – unlängst passiert in einem Dortmunder Museum, wo eine Raumpflegerin ihren Job dermassen ernst nahm, dass sie unter Martin Kippenbergers Installation «Wenn’s anfängt durch die Decke zu tropfen» (ärgerlicherweise ohne Komma) die Kalkflecken am Boden wegschrubbte. Und auch Joseph Beuys musste sich Ende der Achtziger gefallen lassen, dass seine berühmte Fettecke von einer beflissenen Reinigungskraft beseitigt wurde.

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