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Warum es hapert mit mehr Männern am Herd

Obschon das traditionelle Familienmodell unter Druck gerät, überlassen die Väter die Kindererziehung grösstenteils der Frau. Warum? Ein Essay.

Die Schweizer Familie: Es ist immer noch selten, dass der Mann für die Betreuung der Kinder zuständig ist.
Die Schweizer Familie: Es ist immer noch selten, dass der Mann für die Betreuung der Kinder zuständig ist.
Gaëtan Bally (Keystone)

Der Mann hat gearbeitet, die Frau gekocht, geputzt und zu den Kindern geschaut. Das war lange so. Wer es anders machte, war entweder arm oder seltsam. Mittlerweile hat sich ein neues Familienmodell ausgebreitet: Der Mann arbeitet, die Frau kocht, putzt, schaut zu den Kindern – und arbeitet. Die Erwerbsquote von Müttern mit kleinen Kindern hat sich seit den 1970er-Jahren verdreifacht. Bei den Männern stiegen die für Haus- und Betreuungsarbeit geleisteten Stunden leicht an, aber noch immer arbeiten 82 Prozent der erwerbstätigen Männer Vollzeit. Jene, die Teilzeit arbeiten, tun dies häufiger wegen einer Ausbildung oder persönlicher Vorlieben als wegen Betreuungspflichten.

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