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Verschnupfte SP – trotz Sieg

Regula Rytz und Hans Stöckli waren kein Traumpaar. Es kriselte beim rot-grünen Doppelticket.

Regula Rytz und Hans Stöckli geben am 22. Oktober bekannt, dass sie beide zum zweiten Wahlgang antreten.
Regula Rytz und Hans Stöckli geben am 22. Oktober bekannt, dass sie beide zum zweiten Wahlgang antreten.
Raphael Moser

Nach dem Sieg des Sozialdemokraten Hans Stöckli im Berner Ständeratswahlkampf wird klar: Ganz so reibungslos kam es nicht zum rot-grünen Doppelticket. Ständerat Hans Stöckli war nach dem ersten Wahlgang der Auffassung, dass die zweitplatzierte grüne Kandidatin Regula Rytz sich zurückziehen sollte.

So wenigstens erinnert sich SP-Co-Präsidentin Mirjam Veglio. Denn abgemacht war, dass die Kandidatur mit den besseren Wahlchancen aufrechterhalten wird. Stöckli reagierte am Sonntag auf entsprechende Fragen unwirsch. Und Rytz liess gegenüber dem «Bund» durchblicken, sie habe sich vor dem zweiten Wahlgang bewusst zurückgehalten, um Stöcklis Wiederwahl nicht zu gefährden. Wäre es anders herausgekommen, hätte Rytz Stöckli um das Präsidium des Ständerats gebracht.

Nun hat sich der Bisherige gegenüber der Neuen durchgesetzt, und Stöckli kann dieses Ehrenamt antreten. Mit dieser Gewissheit im Rücken räumt Veglio ein, es sei auch eine Chance gewesen, für einmal eine rot-grüne Doppelvertretung im Ständerat zu erringen. Tatsächlich habe sich nach dem ersten Wahlgang eine neue Beurteilung der Lage aufgedrängt. Insofern habe sie verstanden, dass die Grünen ebenfalls antreten wollten.

Denn sowohl Stöckli als auch Rytz schoben sich im ersten Wahlgang vor die bürgerlichen Kandidaten, das gab es vorher noch nie. Am 22. Oktober traten Hans Stöckli und Regula Rytz im Bundeshaus vor die Medien und gaben unter dem Slogan «Kontinuität und Wandel» ihre Doppelkandidatur bekannt.

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