Zum Hauptinhalt springen

Der Scherz mit dem Scherz im «Bund»

Mit den unterschiedlichsten Spässen schickten Schweizer Zeitungen ihre Leserschaft in den April.

Am 1. April erreicht der Wahrheitsgehalt in der Zeitung nicht den maximalen Wert.
Am 1. April erreicht der Wahrheitsgehalt in der Zeitung nicht den maximalen Wert.
lok

Der eine oder die andere mag es bereits vermutet haben. Nein, der bernische Regierungsrat hat die Medien im Kanton vergangene Woche nicht allen Ernstes angewiesen, in Zeiten von Fake News und medialer Vertrauenskrise auf Aprilscherze zu verzichten. Es war ein Scherz mit dem Scherz, ein Versuch auf der Meta-Ebene. Und nein, ebenso wenig überlegt sich die Berner Reitschule, ihre neue Sirene gendergerechter einzuspielen. Der «Bund» ist der Tradition des Aprilscherzes nachgekommen, genauso wie viele andere Medien in der ganzen Schweiz, welche am Montag mit mehr und mit weniger originellen Falschmeldung versuchten, ihre Leserschaft «in den April zu schicken», wie man das erfolgreiche Irreführen zum Frühlingsbeginn auch nennt.

Keine Milchsuppe in Moutier

Das «Journal du Jura» zum Beispiel verkündete, in Moutier solle am Abend eine Kappeler Milchsuppe serviert werden. Ein Zuger und ein Zürcher Geistlicher wollten auf diese Weise den Streit um die Kantonszugehörigkeit des Städtchens schli­chten.

Das «Bieler Tagblatt» wusste zu berichten, dass in der Kirche Ligerz bald Starkoch Anton Mosimann aktiv werde. So solle die Auslastung des Gotteshauses verbessert werden. Das «Thuner Tagblatt» meldete einen Skelettfund bei der Sanierung des Schlossturms; womöglich handle es sich um Minnesänger Heinrich von Strättligen.

Die «Berner Zeitung» dämpfte die Vorfreude der Aareschwimmer auf den Sommer: Ab diesem Sommer dürfe die Wassertemperatur nicht mehr über 20 Grad steigen, denn der Kanton reguliere künftig die Temperatur bei Thun. Über den Hochwasser-Entlastungsstollen werde allenfalls kühles Wasser in den Fluss geleitet.

Das Inselspital wiederum schrieb in einer Medienmitteilung, künftig würden Laborproben mittels Brieftauben von Riggisberg in die Insel transportiert. Hintergrund der Meldung: die Drohnen, die das Inselspital in Zusammenarbeit mit der Post getestet hat. Selbstfahrende Autos waren bei Bernmobil das Scherzthema. Die städtischen Verkehrsbetriebe hätten einen kostenlosen Transport mit einem Shuttlebus zwischen der Untertorbrücke und Lorrainebad eingerichtet, verkündete das Unternehmen – dieses habe bereits geöffnet. «Speziell für die Rückfahrt werden die Fahrgäste gebeten, das Fahrzeug gut abgetrocknet zu betreten», fügte Bernmobil an.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch