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Teuscher will «Willkommenskultur» auf Schützenmatte

Die Stadt Bern schickt interkulturelle Vermittler auf die Schützenmatte. Sie sollen den Perimeter «befrieden».

Blick auf die Schützenmatte.
Blick auf die Schützenmatte.
Barbara Héritier

Die Stadt Bern reagiert auf die Spannungen auf der Schützenmatte. Als erste Massnahme schickt sie geschulte Vermittlungspersonen vor Ort, wie die Direktion für Bildung, Soziales und Sport am Mittwoch mitteilte.

Die Vermittler stammen aus demselben Kulturkreis wie die jungen Migranten, die sich auf der Schützenmatte aufhalten. Die Vermittlungspersonen sollen sie auf die Regeln für ein friedliches Miteinander auf dem Platz aufmerksam machen und sich ihrer sozialen Bedürfnisse annehmen.

Viele der jungen Platzbesucher hätten eine ungenügende Tagesstruktur, schreibt die Sozialdirektion von Gemeinderätin Franziska Teuscher (Grüne). Durch eine «aktive Willkommenskultur» und die Vermittlung von Unterstützung solle ihnen ein besserer Zugang zu Gesellschaft, Ausbildung, Beruf und Sozialsystem ermöglicht werden. Das erleichtere die Integration.

Die Vermittlungspersonen arbeiten eng mit den Platzbetreibern vom Verein Platzkultur zusammen. Sie haben ausschliesslich einen sozialen Auftrag. In Konfliktsituationen sollen sie nicht intervenieren. Das Pilotprojekt läuft vorerst bis Ende Jahr.

Stadt will mehr machen

Weitere Massnahmen zur «Befriedung» der Schützenmatte seien in der Planung, schreibt die Stadt. Dabei gehe es um die Finanzierung eines Sicherheitsdienstes während des nächtlichen Wochenend-Betriebs, um die verbesserte Gestaltung und Möblierung des Platzes und um einen wirksamen Lärmschutz zugunsten der angrenzenden Quartiere.

Auf dem ehemaligen Parkplatz vor der Reitschule gibt es neuerdings ganzjährig Bars und Kulturveranstaltungen. Das Ziel der Stadt, den Platz zu beleben, wurde eigentlich erreicht - doch nach wie vor gibt es Drogenhandel, zudem häuften sich diesen Sommer die Raubüberfälle.

Ein privater Sicherheitsdienst bringt seit Anfang August eine leichte Entspannung zu Spitzenzeiten. Aus Kostengründen stehen die Sicherheitsleute bislang aber nur während einigen wenigen Stunden am Wochenende im Einsatz.

SDA/zec

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