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Zwischen zwei Halbschalen liegt eine andere Welt

Der 30-jährige Handpan-Spieler Johannes Lustig weiss, dass sein Instrument besondere Fähigkeiten besitzt.

Johannes Lustig nimmt sein Sunpan gerne überall hin mit.
Johannes Lustig nimmt sein Sunpan gerne überall hin mit.
Manu Friederich

Als an einem frühen Sommermorgen die noch schlummernden Besucher des Boui-Boui-Festivals bei Brenzikofen durch sanfte, eindringliche und fremde Töne – sie klingen wie aus einem anderen Universum – aus ihren Träumen geholt und aus ihren Zelten gelockt werden, wissen die meisten noch nicht, mit was sie es zu tun haben. Einfach dem Klang nach, denken sich viele. So versammeln sich allmählich mehr Menschen vor einem Pavillon und staunen nicht schlecht, als sie einen jungen Mann auf einem Campingstuhl mit einem UFO-förmigen Instrument auf dem Schoss sitzen sehen. Von nahe wirkt der Klang noch intensiver. Es handle sich um ein Handpan, erklärt der Besitzer, eine Nachbildung des Berner-Originals «Hang» (siehe Kasten). Die Leute schauen gespannt zu, wie der feingliedrige, blonde Mann seine Finger über die sieben Klangfelder samt Ding, den Nippel im Zentrum der oberen Halbschale, gleiten lässt und darauf tippt, als wisse er ganz genau, wo welche Töne versteckt liegen.

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