Planungsgrundlage für BLS-Werkstätte wird jetzt gelegt

Für die Auswahl eines Standorts im Westen Berns braucht es eine Anpassung des Richtplans Vekehr des Bundes. Wegen dieser Anpassung muss die Anhörung jetzt stattfinden.

Falls der Standort Chliforst für die BLS-Werkstätte ausgewählt werden sollte, muss der Richtplan Verkehr des Bundes angepasst werden.

Falls der Standort Chliforst für die BLS-Werkstätte ausgewählt werden sollte, muss der Richtplan Verkehr des Bundes angepasst werden. Bild: Adrian Moser

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Damit die BLS eine neue Werkstätte realisieren kann, müssen jetzt die raumplanerischen Voraussetzungen geschaffen werden. Abklärungen, ob die BLS allenfalls die SBB-Werkstätte in Biel mitbenützen kann, sollen später ins Projekt einfliessen. Durch eine Mitbenützung jener Werkstätte könnte die BLS auf einen Werkstättenneubau im Westen Berns verzichten. Dort stossen die Neubaupläne nämlich auf heftigen Widerstand aus Teilen der Bevölkerung. Die Gespräche mit den SBB sind aber noch im Gang und das im kommenden Frühling zu erwartende Resultat kann nicht abgewartet werden, wie aus einer Mitteilung der bernischen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion vom Montag hervorgeht.

Der Grund: Damit die BLS eine Werkstätte im Westen der Stadt Bern realisieren kann, braucht es nicht nur eine Anpassung des kantonalen Richtplans, sondern auch des Richtplans Verkehr des Bundes. Dies soll gleichzeitig geschehen. Da der Bund seinen Sachplan nur alle zwei bis drei Jahre anpasst und die BLS dringend eine neue Werkstätte braucht, muss das Projekt in der laufenden Anpassungsrunde behandelt werden. Der Zeitplan des Bundes sieht vor, dass die Anhörung jetzt erfolgt.

Um das Verfahren zu vereinfachen, werden Anhörung und öffentliche Mitwirkung für beide Planungsinstrumente zusammengelegt, dadurch ist nur eine Stellungnahme nötig. Die Mitwirkung dauert bis zum 5. Februar. Für die Interessenabwägung werden zwei mögliche Standorte im Westen Berns einander gegenübergestellt: der von der BLS beantragte Standort Chliforst Nord und der Standort Niederbottigen, der von einer Projektbegleitgruppe am zweitbesten bewertet wurde. (msl/sda)

Erstellt: 06.11.2017, 11:18 Uhr

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