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Zarte Pflanze der Hoffnung

Ein Kommentar zum runden Tisch zur Atomenergie in Bern.

Noch ist die AKW-Katastrophe von Fukushima nicht zu Ende – doch die öffentliche Meinung zur Atomenergie ist gekippt. Viele bürgerliche Politiker versuchen, mit ebenso hektischen wie vagen Bekenntnissen zum Atomausstieg rechtzeitig vor den Wahlen ihre Fahne in den Wind zu drehen. Der kantonale FDP-Präsident Peter Flück hat den mühsameren Weg gewählt: Er lotet aus, ob sich im Kanton Bern ein politischer Konsens finden lässt, um die Stromverschwendung einzudämmen und erneuerbaren Energien zum Durchbruch zu verhelfen.

Der von Flück einberufene runde Tisch ist noch ein zartes Pflänzchen. Ob es aufblüht und wächst, wird sich erst zeigen, wenn die wichtigen Fragen auf die Agenda kommen: Ist ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien im Kanton machbar? Kann die BKW als Stromversorgerin im Kantonsbesitz dazu gebracht werden, dass sie das Stromsparen bei ihren Kunden entschieden fördert? Sorgt der Kanton dafür, dass auch die vielen alten Häuser gut isoliert werden? Dies sind grosse Aufgaben, die von allen konstruktiven Kräften gemeinsam angepackt werden müssen. Die Initiative des kantonalen FDP-Präsidenten ist ein vielversprechender Anfang.

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