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YB wird die Mustervereinbarung der Justizdirektoren nicht unterzeichnen

Die Mustervereinbarung zur Bekämpfung der Gewalt im Sport bringe für Bern nichts Neues, sagt YB-Chef Stefan Niedermaier.

Stefan Niedermaier ist gelassen. Die gestern präsentierte Mustervereinbarung für Profi-Fussballklubs betreffe den BSC YB nur am Rande. Im Bereich Sicherheit gebe es seit Dezember 2009 eine Vereinbarung zwischen YB, SCB und der Stadt Bern, die sich bewährt habe. Die Mustervereinbarung, welche die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD), der Fussballverband und die Profiliga gestern präsentiert haben (siehe Zweittext), betreffe vor allem jene Klubs, die noch keine Sicherheitsvereinbarung hätten. Niedermaier sieht denn auch keinen Grund, einen neuen Vertrag zu unterzeichnen. «In Bern gibt es keine grossen Probleme mit der Gewalt.»

So gebe es im Stade de Suisse Wankdorf seit jeher Arresträume und Räume zur Einvernahme von verdächtigen Personen. Zudem verstehe es sich von selbst, dass ein polizeilicher Einsatzleiter einen Match abbrechen könne, wenn Menschenleben akut gefährdet seien. «Wenn die Gefahr gross ist, braucht es keine Vereinbarung, um ein Spiel abzubrechen.» Auch bezüglich der Sicherheitskosten sieht Niedermaier keinen Anlass, einen neuen Vertrag zu unterzeichnen. Gemäss der bestehenden Vereinbarung mit der Stadt Bern beteiligen sich die beiden Klubs mit je 60 000 Franken an den Kosten für die Polizeieinsätze vor den Stadien. Seit einem Urteil des Bundesgerichts, wonach ein Klub bis zu 80 Prozent der Sicherheitskosten bei sogenannten Hochrisikospielen tragen muss, wird dieser Betrag als zu gering kritisiert. «Was heisst zu wenig?», fragt Niedermaier rhetorisch. Die Sicherheit im Stadion koste YB jährlich zwei Millionen Franken. Dazu kämen bauliche Massnahmen für mehrere Zehntausend Franken, die aufgrund der Vereinbarung mit der Stadt notwendig geworden seien, sagt Niedermaier.

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