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Wunderkammer der Kulinarik

In der Eisblume in Worb spriesst, was in manch einer Stadtberner Küche nur kümmerlich wächst: die Kreativität.

Ein kulinarischer Sommernachtsraum kann man in der Eisblume in Worb erleben.
Ein kulinarischer Sommernachtsraum kann man in der Eisblume in Worb erleben.

Unlängst erklärte das deutsche Wochenblatt «Die Zeit» Bern zum gastronomischen Nicht-Ort: «Bern ist nicht das harte Brot jedes Essliebhabers, Bern ist nicht einmal das», befand Julian Schütt, Max-Frisch-Biograf und Gastrokritiker. Hat man die lokalpatriotische Magensäure hinuntergeschluckt, die einem ob solcher Pauschalurteile aufstösst, muss man sagen: Ja, vielleicht hat Schütt ein bisschen recht. Hinter dem an Gault-Millau-Punkten reich behangenen Schöngrün im Zentrum Paul Klee mangelt es an Küchen, in denen Aufregendes geschieht, in denen das Kochen als sich «fortentwickelnde Kunst» und nicht «als Teilgebiet der Statik» gilt, Lokale, in die auch Normalverdienende ohne monetäre Gewissensbisse einkehren können.

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