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Wohnen im Herrschaftshaus wird teurer

Gemeinderat Alexandre Schmidt (FDP) kündigt Renovationen und Zinsanpassungen für die Mieter von städtischen Herrschaftswohnungen an. Auch will er dem Verdacht nachgehen, bei der Vergabe der Wohnungen könnte Vetternwirtschaft herrschen.

Bewegung im Luxus-Portfolio: In der Herrengasse hat die Stadt zahlreiche Herrschaftswohnungen veräussert.
Bewegung im Luxus-Portfolio: In der Herrengasse hat die Stadt zahlreiche Herrschaftswohnungen veräussert.
Franziska Rothenbühler

Vor vierzig Jahren wurden die Herrschaftswohnungen der Stadt Bern ihrem Namen noch gerecht: In seinen Richt­linien von 1970 hatte der Gemeinderat festgelegt, welche Magistratspersonen und Chefbeamten von Gemeinde, Bund und Kanton in welcher Reihenfolge vorrangig Anrecht auf eine solche Wohnung haben. Es handle sich um Wohnungen, schrieb der Gemeinderat, «die durch Lage, Umgebung, Grösse, Komfort und Originalität Ausnahmecharakter besitzen und sich zur Unterbringung von Personen eignen, die Repräsentationspflichten oder andere besondere Raumbedürfnisse zu befriedigen haben». War eine Herrschaftswohnung zu vergeben, bestimmte die Stadtregierung gleich selbst, wer sie bekam.

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