Zum Hauptinhalt springen

Wo das Uran für Mühleberg herkommt

Heuer benötigt das AKW Mühleberg 7 Tonnen Uran. Der Abbau des Rohstoffs verseucht Wasser, Boden und Luft in South Dakota, wo das Uran abgebaut wird, nachhaltig. Eine Wissenschaftlerin berichtete gestern über die Folgen davon.

Chairmaine White Face macht auch die UNO auf die Folgen des Uran-Abbaus für ihr Indianervolk aufmerksam. (Adrian Moser)
Chairmaine White Face macht auch die UNO auf die Folgen des Uran-Abbaus für ihr Indianervolk aufmerksam. (Adrian Moser)

Die indianischen Einwohner des Städtchens Red Shirt im US-Bundesstaat South Dakota wollten das Wasser des Flusses Cheyenne nutzen, um ihre Felder zu bewässern. Denn ihr Grundwasser ist schon lange radioaktiv verseucht. Also baten sie Charmaine White Face, das Nass zu untersuchen. Die Biologin und Sprecherin der Tetuwan-Indianer nahm Proben – und liess, kaum lagen die Ergebnisse vor, Warnschilder am Fluss aufstellen. «Es wäre völlig unverantwortlich, Wasser aus diesem Gewässer zu benutzen oder darin zu baden. Der Fluss ist praktisch tot, es gibt dort kaum Fische oder Insekten», sagte White Face gestern in Bern. An manchen Stellen übersteige die radioaktive Strahlung die natürliche Radioaktivität um den Faktor 140'000. Die Menschen seien akut gefährdet durch Lungenkrebs und Leukämie. «Bemerkt haben wir das Ausmass der Katastrophe vor sieben Jahren.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.