Wirtschaftsvereinigung fordert bessere Lobbyarbeit für Stadt Bern

Die Stadt Bern muss sich gerade auf kantonaler Ebene wieder mehr Gehör verschaffen und besseres Lobbying betreiben. Das forderte die wirtschaftsnahe Vereinigung Entente Bernoise.

Entente Bernoise wünscht sich grössere Unterstützung von der Stadtregierung.

Entente Bernoise wünscht sich grössere Unterstützung von der Stadtregierung.

(Bild: Valérie Chételat)

Die Wirtschaftsvereinigung Entente Bernoise ist unzufrieden mit der Lobbyarbeit der Stadt Bern. Während sich die ländlichen Regionen etwa beim Standortentscheid des neuen Campus der Berner Fachhochschule verbündeten und schliesslich auch durchsetzten, habe sich die Stadt zu spät und unkoordiniert in Position gebracht.

Es brauche künftig ein Mitglied der Berner Stadtregierung, das den Lead in solchen Sachen übernehme, forderten Vertreter der Entente Bernoise vor den Medien in Bern. Die Stadtregierung müsse sich für das Image von Bern einsetzen und für eine bessere Vernetzung sorgen. Allfällige Konflikte müssten frühzeitig erkannt und allenfalls durch gezielte Vorbereitung der Grossratssessionen angegangen werden.

Öfters auf Barrikade gehen

Zudem brauche es ein institutionalisiertes Lobbying, das beispielsweise durch das heutige Budget der stadtberner Wirtschaftsförderung finanziert wird. Mit ihrer Recherche wolle die Vereinigung Entente Bernoise dazu beitragen, dass man auch vermehrt wieder über die Stadtgrenzen hinaus miteinander rede.

In den ländlichen Regionen wisse man sich zu organisieren, sagte Leander Jaggi, Vorstandsmitglied der Entente Bernoise. Werde dort beispielsweise eine Postautolinie gestrichen, gehe die ganze Region auf die Barrikaden. Die Stadt reagiere in solchen Fällen träger.

mer/sda

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