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«Wir können nicht die ganze Stadt abriegeln»

Nach der Gewalteskalation bei einer Kurden-Demo spricht Polizeichef Manuel Willi über die Rolle der Linksautonomen und sagt, warum die Polizei die Zusammenstösse nicht verhindern konnte.

Auf dem Helvetiaplatz trafen am Samstagnachmittag kurdische und pro-türkische Aktivisten aufeinander.
Auf dem Helvetiaplatz trafen am Samstagnachmittag kurdische und pro-türkische Aktivisten aufeinander.
Manu Friederich
In der Folge kam es zu schweren Ausschreitungen.
In der Folge kam es zu schweren Ausschreitungen.
Manu Friederich
Die kurdischen Demonstranten hielten die Brücke während mehreren Stunden blockiert.
Die kurdischen Demonstranten hielten die Brücke während mehreren Stunden blockiert.
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Kurden und nationalistische Türken prügelten wild mit Schlagstöcken aufeinander ein: Die Szenen auf dem Helvetiaplatz erinnerten an Bürgerkrieg. Wie verlief die Gewalteskalation aus Sicht der Polizei?

Manuel Willi: Es war ein äusserst schwieriger Einsatz an mehreren Brennpunkten. In einer ersten Phase ging die Aggression von der kurdischen Seite aus, welche die bewilligte Kundgebung zu verhindern versuchte. Unser Hauptziel war von Anfang an, die zwei Gruppen zu trennen. Diese suchten teilweise gezielt die Auseinandersetzung. Für die Polizisten war es aber sehr schwierig, die Gruppierungen zu erkennen und auseinanderzuhalten. Sie erlebten zudem die rohe Gewalt am eigenen Leib: Leute haben mit Metallstangen auf Köpfe von Polizisten eingeschlagen. Nur dank guter Schutzausrüstung sind unsere Leute nicht schwer verletzt worden. Einige erlitten aber schwere Prellungen. Das hätte aber ganz anders ausgehen können. Sogar auf unseren Diensthund haben Demonstranten mit einem Kick in die Schnauze eingetreten.

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