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Wie Klaus Baumgartner die Berner Stadtentwicklung prägte

In Klaus Baumgartners Amtszeit entstanden mehrere Grossprojekte in der Stadt Bern, von Brünnen bis zum neuen Stadion. Als Tief­punkt gilt die Regierungskrise 2003.

Alexander Tschäppät löst Klaus Baumgartner als Stadtpräsident ab: Die Schlüsselübergabe Ende 2004.
Alexander Tschäppät löst Klaus Baumgartner als Stadtpräsident ab: Die Schlüsselübergabe Ende 2004.
Adrian Moser
Das ikonische Baumgartner-Bild: Klaus Baumgartner vor der Nydeggbrücke, an seinem 60. Geburtstag am 21. November 1997.
Das ikonische Baumgartner-Bild: Klaus Baumgartner vor der Nydeggbrücke, an seinem 60. Geburtstag am 21. November 1997.
Hansueli Trachsel
Er war nicht als Lebemann bekannt, tanzen tat er manchmal trotzdem: Hier das Erlacherhoffest im Jahr 2004.
Er war nicht als Lebemann bekannt, tanzen tat er manchmal trotzdem: Hier das Erlacherhoffest im Jahr 2004.
Adrian Moser
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  • Vier Jahre, nachdem Klaus Baumgartner vom Stadtrat in den Gemeinderat gewählt wurde, entschied er 1992 den Kampf ums Stadtpräsidium gegen den bürgerlichen Kandidaten Josef Bossart (CVP) klar für sich. Baumgartners Wahl zum Nachfolger des Freisinnigen Werner Bircher komplettierte die politische Wende in Bern. Nach acht Jahren bürgerlicher Dominanz erreichte die Rot-Grün-Mitte-Koalition mit vier Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat, der damals noch sieben Mitglieder zählte. Erstmals nahmen drei Frauen Einsitz im Gemeinderat: Joy Matter, Therese Frösch und Theres Giger. Auch im Stadtrat kippten die Mehrheitsverhältnisse zugunsten des Rot-Grün-Mitte-Bündnisses.
  • 1996 bestätigte das Volk Baumgartner komfortabel im Amt. Er heimste ohne Gegenkandidatur 75 Prozent der Stimmen ein.
  • 1997 sagten die Stadtberner Stimmberechtigten Ja zum Neubau des Wankdorf-Stadions. Baumgartner hatte sich für das «wirtschaftlich bedeutsame Projekt» eingesetzt. Im gleichen Jahr fuhr Baumgartner aber auch eine schmerzliche Niederlage ein, als das Stimmvolk den Schanzentunnel ablehnte. Der Tunnel hätte die Verkehrssituation am Bahnhof entschärfen sollen.
  • Zwischen Polizei- und Fürsorgedirektion klappte die Zusammenarbeit nicht mehr. Baumgartner griff resolut in die Drogenpolitik ein und machte diese zur Chefsache. Eine stadträtliche Untersuchung stellte später fest, dass Polizeidirektor Kurt Wasserfallen die städtische Drogenpolitik aus politischem Kalkül unterlaufen hatte. Baumgartner hatte Erfahrung in der Drogenpolitik. Von 1988 bis 1992 hatte er die Fürsorgedirektion geleitet und sich dabei vor allem mit der offenen Drogenszene, die sich damals im Kocherpark befand, beschäftigt.

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