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Wie ein scharf beobachteter Musikantenstadl

Die «SVP-Familie» hat am Samstagnachmittag auf dem Bundesplatz fröhlich gefeiert. Damit dies möglich war, standen Hunderte von Polizisten im Einsatz. Sie durchwühlten Rucksäcke von Blauhaarigen und guckten mit Ferngläsern von den Dächern herunter.

Ein Bild das die Innenstadt am Samstag prägt: Das Polizeiaufgebot ist riesig.
Ein Bild das die Innenstadt am Samstag prägt: Das Polizeiaufgebot ist riesig.
Manuel Zingg
Kontrollen vor dem Bundesplatz: Wer hinein will, muss sich einen Blick in die Tasche gefallen lassen.
Kontrollen vor dem Bundesplatz: Wer hinein will, muss sich einen Blick in die Tasche gefallen lassen.
Manuel Zingg
Und fertig ist das Anti-SVP-T-Shirt.
Und fertig ist das Anti-SVP-T-Shirt.
Gianna Blum
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Das Polizeiaufgebot ist enorm. Nur schon im Bahnhof sind auf einen Blick über ein Dutzend Uniformierte auszumachen. Gendarmerie, Polizia, Kantonspolizei Aargau – aus der ganzen Schweiz sind die Polizisten zusammengetrommelt worden.

In den Gassen, die zur Berner Innenstadt führen, gehen sie selektiv vor: Ältere Personen dürfen unbehelligt passieren, junge Leute auch – ausser sie haben blaue Haare, sind tätowiert, tragen ein Rollbrett mit sich oder ziehen aus irgendwelchen anderen Gründen die Aufmerksamkeit der Polizisten auf sich. Diese wollen sehen, was sich in den Rucksäcken befindet, kontrollieren Ausweise. Ob sie überhaupt in Richtung Bundesplatz unterwegs sind oder nicht, scheint keine Rolle zu spielen. Rund um den Bundesplatz ist die Praxis einheitlicher: Wer nicht zweifelsfrei ans Fest will, kommt am Nachmittag ab ein Uhr nicht mehr durch. Einige quittieren die Sperren mit Lachen und Kopfschütteln, andere tun ihren Unmut lautstark kund.

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