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Es ist schon warm an der Costa Waisenhaus

Häppchen aus vier Sparten à discrétion: Am Wochenende wurde Berns fruchtbarstes Kulturland, der Kubus, eröffnet.

Am Samstagabend wurde das Theaterprovisorium auf dem Waisenhausplatz in Betrieb genommen.
Am Samstagabend wurde das Theaterprovisorium auf dem Waisenhausplatz in Betrieb genommen.
Franziska Rothenbühler
Während der Sanierung des Stadttheaters wird der sogenannte Kubus als Spielstätte genutzt.
Während der Sanierung des Stadttheaters wird der sogenannte Kubus als Spielstätte genutzt.
Franziska Rothenbühler
In der Garderobe gab es viel zu tun.
In der Garderobe gab es viel zu tun.
Franziska Rothenbühler
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Er schiebt den Requisitenwagen auf die leere Bühne. Darauf parkiert ist allerlei Gerätschaft, ein Totenschädel, Flüssiges. Alkohol herstellen gehöre zu seinen Aufgaben, sagt der Mann. Rotwein aus Johannisbeere vertrage aber nicht jeder. Jago, zum Beispiel, bekomme Malventee. Hauptsache, die Farbe stimmt. Noch andere Theatergeheimnisse gibt Uwe Schönbeck alias Josef Bieder preis. Etwa das Problem mit dem Marronibrater aus dem 2. Akt von «La Bohème»; wer räumt den weg? Ein Grenzfall, weil nicht klar sei, ob es sich um ein Requisit oder eine Mobilie handle. Uwe redet sich den Mund fransig, schweift lustvoll ab. Sänger wäre er gerne geworden; und das stimmt sogar. Was ist Leben, was Theater, wo hört die Realität auf, wo beginnt die Fiktion? An diesem Abend verwischen die Grenzen. Leben sei, was wir draus machten, sagte Henry Miller; Kunst auch, möchte man ergänzen.

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