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«Wenn das Tram kommt, wird das ganze Bollwerk lahmgelegt»

Berns Wirtschaftsverbände wehren sich gegen die zweite Tramachse. Der KMU-Präsident sagt, warum.

Thomas Balmer ist Präsident des Gewerbeverbands KMU Stadt Bern.
Thomas Balmer ist Präsident des Gewerbeverbands KMU Stadt Bern.
Franziska Scheidegger

Herr Balmer, die Stadt will mit der zweiten Tramachse das Gebiet Bollwerk/Progr/Kunstmuseum besser erschliessen und aufwerten. Eine Zone, die die Bürgerlichen immer wieder als «Schandfleck» bezeichnen. Warum sträuben Sie sich als KMU-Vertreter dagegen? Hier geht es nicht um eine Aufwertung, sondern um Verkehrslenkung. Rot-Grün-Mitte will mit der Tramachse Bern in eine autofreie Fussgänger- und Velo-stadt umwandeln und die funktionierende Oberstadt kaputt machen. Auch hat etwa das Beispiel Loryplatz gezeigt, wie wirkungslos gestalterische, von oben geplante angebliche Aufwertungsmassnahmen sein können. Besonders perfid ist nun, dass die Behörden die zweite Tramachse als Teil von Tram Region Bern (TRB) verkaufen. Dabei ist die neue Strecke unnötig und hat mit dem TRB gar nichts zu tun – welches wir ­übrigens weiterhin unterstützen.

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