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WEKO hält Gebäudeversicherungs-Tochter für wettbewerbskonform

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat keine Einwände gegen den Markteintritt der GVB Privatversicherungen AG. Die Tochter der Gebäudeversicherung Bern könne wettbewerbskonform agieren.

Mit dem Entscheid der Weko sei eine weitere Hürde genommen, hält die Gebäudeversicherung in einem Communiqué vom Mittwoch fest. Noch braucht es aber einen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts.

Denn private Versicherer wehren sich mit einer Beschwerde gegen die von der Finanzmarktaufsicht (Finma) erteilte Versicherungslizenz. Die Gebäudeversicherung erwartet aufgrund des WEKO-Berichts eine Abweisung der Beschwerde.

Nebentätigkeiten erlaubt

Die GVB reagierte mit der Gründung der Tochtergesellschaft auf das neue bernische Gebäudeversicherungsgesetz, das Anfang 2011 in Kraft trat. Der GVB sind neu Nebentätigkeiten erlaubt wie Beratungen in der Schadenprävention und Gebäudeschätzungen. Auch sachnahe Zusatzversicherungen kann die GVB anbieten. Sie muss das aber durch eine eigenständige Tochter tun.

Die Wettbewerbskommission nahm den Fall unter die Lupe. Sie wollte aus kartellrechtlicher Sicht die Bedingungen klären, unter denen die neue GVB-Tochter tätig sein darf. Schliesslich gehört Bern zu den 19 Kantonen, die ein rechtliches Monopol für die Versicherung von Gebäuden gegen Feuer- und Elementarschäden kennen.

Gleich lange Spiesse

Den 40-seitigen Schlussbericht hat die Weko auf ihrer Website aufgeschaltet. Er enthält eine detaillierte Beschreibung, wie die GVB die Forderung der Privatassekuranz nach gleich langen Spiessen umsetzen will.

So hat sich die GVB-Gruppe verpflichtet, Daten aus der Monopolversicherung - mit der Zustimmung des Versicherten - der eigenen Tochter und Dritten zu gleichen Konditionen zur Verfügung zu stellen.

Transparente Kriterien

Zudem unterliege die Erbringung von Dienstleistungen innerhalb der GVB-Gruppe transparenten Kriterien, schreibt die Gebäudeversicherung in ihrem Communiqué. Die Dienstleistungen müssten zu Marktpreisen verrechnet werden.

Die GVB Privatversicherungen AG soll künftig freiwillige Zusatzversicherungen anbieten. Die ebenfalls neu geschaffene GVB Services AG wird sich mit sachnahen Nebentätigkeiten wie der Brandschutz-Beratung befassen. Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) wird ausschliesslich die obligatorische Grundversicherung anbieten.

SDA/bs

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