Weitere Austritte aus Dialoggruppe Chliforst - BLS bedauert

In Zusammenhang mit der umstrittenen Planung einer neuen BLS-Werkstätte im Westen Berns sind rund 50 Anwohner aus der Dialoggruppe Chliforst Nord ausgetreten. Sie wollen darauf verzichten, «an einem Pseudoverfahren teilzunehmen».

Die Planung der BLS-Werkstätte sorgt für Unmut.

Die Planung der BLS-Werkstätte sorgt für Unmut.

(Bild: Adrian Moser)

Die Dialoggruppe sei nur ein Vorwand, um die Mitwirkungsauflage der Stadt Bern - den Einbezug der Bevölkerung - zu erfüllen, teilte die IG Riedbach am Freitag mit. Kritisiert wird zudem, dass eine Diskussion über Alternativen zum Standort Chliforst Nord ausgeschlossen sei. Ein Dialog ausschliesslich über Themen, «welche der BLS genehm sind», sei in diesem Fall kein Dialog, «sondern ein Monolog», heisst es in der Mitteilung weiter. Der Vorstand der IG Riedbach habe jedoch beschlossen, der Dialoggruppe weiterhin beizuwohnen, um Informationen zum laufenden Verfahren zu erhalten.

BLS: «Türen bleiben offen» Das Bahnunternehmen BLS reagierte mit Bedauern auf die Austritte von Anwohnern. «Wir finden es sehr schade, wenn direkt Betroffene nicht mehr am Tisch sitzen, um gemeinsam möglichst verträgliche Lösungen für Mensch und Umwelt zu finden», teilte BLS-Sprecherin Helene Soltermann auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit. Den Betroffenen stehe die Tür weiterhin jederzeit offen, um ihre Ideen und Sichtweisen in der Dialoggruppe einzubringen. «Daran wären wir nach wie vor sehr interessiert.» Die BLS sei sich der Konsequenzen, die das Projekt auf Anwohner und Landschaft habe, bewusst und nehme diese sehr ernst. Die BLS hält am Standort Chliforst Nord fest, da er im Vergleich zu den anderen 42 geprüften Standorten weniger Nachteile aufweise. Die Dialoggruppe trifft sich seit Ende 2016. Am 2. Mai wurden erstmals konkrete Pläne präsentiert, worauf es zu ersten Austritten von brüskierten Anwohnern aus der Dialoggruppe kam.

nj/sda

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