Was ist los im Stadttheater?

In Berns grösstem Kulturbetrieb steht offenbar schon wieder ein personeller Wechsel an.

Das Berner Stadttheater kommt aus personellen Unruhen nicht heraus.

Das Berner Stadttheater kommt aus personellen Unruhen nicht heraus.

(Bild: Adrian Moser)

Naomi Jones

Konzert Theater Bern (KTB) lädt heute Freitagnachmittag überraschend zur Medieninformation ein, um offenbar einen «Wechsel auf der Führungsebene» anzukündigen. Nach sechs Jahren komme es zu «Änderungen bei der Intendanz». Tritt der Intendant Stephan Märki vorzeitig zurück?

Zwar hat die Suche nach einem Nachfolger für Märki bereits begonnen. Denn das Ende seiner Intendanz ist schon lange absehbar. Dieses steht laut Plan aber erst in drei Jahren an. Genug Zeit also für die Suche. Erst am Montag erklärte der Stiftungsrat Marcel Brülhart im Podiumsgespräch mit dem «Bund», wie die Suche nach einem neuen Intendanten bzw. einer neuen Intendantin ablaufen soll. Ein Gremium aus drei Personen erarbeitet zurzeit ein neues Stellenprofil für den künftigen Intendanten.

Das Stadttheater scheint aus den personellen Turbulenzen nicht herauszukommen. Erst vor zwei Monaten erklärte der Schauspielchef Cihan Inan, dass er das Berner Stadttheater vorzeitig verlasse. Der Grund ist ein interner Konflikt. Nur zwei Jahre zuvor wurde die damalige Schauspielchefin Stephanie Gräve vom Stiftungsrat freigestellt. Als Grund wurden persönliche Unvereinbarkeiten angegeben: Gräve stand im Streit mit Märki.

In beiden Konflikten stand und steht auch die organisatorische Struktur des Theaters zur Debatte: Die Kompetenzregelungen auf der Führungsetage bieten Konfliktpotenzial. KTB sei zu hierarchisch organisiert, sagt etwa Theaterdozent Res Bosshart. Trotz einer grossen Geschäftsleitung habe der Intendant das letzte Wort und könne mit seinem Veto künstlerische Entscheide der Spartenleiter umstossen.

Der «Bund» berichtet ab 14 Uhr live von der Pressekonferenz.

DerBund.ch/Newsnet

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