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Warum die Reitschule widerborstiger ist als andere ehemalige AJZ

Heute vor 25 Jahren wurde die Reitschule durch einige Hundert Besetzer gestürmt. Im ersten Teil einer Jubiläums-Serie geht der «Bund» der Frage nach, wie sich die Geschwister der Reitschule in Zürich und Basel entwickelt haben.

Seit ihren Anfängen besteht im Umfeld der Reitschule eine Front zwischen Polizei und Aktivisten.
Seit ihren Anfängen besteht im Umfeld der Reitschule eine Front zwischen Polizei und Aktivisten.
Stephan Anderegg
«Amtlich provozierter Kulturstreik» am 31. Oktober.
«Amtlich provozierter Kulturstreik» am 31. Oktober.
Archiv
Der Vorplatz der Berner Reitschule heute.
Der Vorplatz der Berner Reitschule heute.
Manuel Zingg
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«Die Achtziger-Bewegung war insofern erfolgreich, als aus ihr eine Reihe von Nachfolgebewegungen entstanden, denen es in mehreren Schweizer Städten gelungen ist, selbstverwaltete Kulturzentren zu erobern und zu betreiben – einige auf Zeit und andere bis heute.» (Heinz Nigg, Ethnologe)

Zu den heute noch existierenden alternativen Kulturzentren gehören etwa die Reitschule in Bern, die Kaserne in Basel und die Rote Fabrik in Zürich. Sie alle nahmen ihren Betrieb einst im kulturfeindlichen Umfeld der 80er-Jahre auf. Auch habe es damals kaum Orte gegeben, an denen sich Jugendliche hätten treffen können, sagt die Berner Historikerin Fabienne Amlinger. Hinzu sei der Kampf um günstigen Wohnraum gekommen. So eroberten sich die Jugendlichen – je nach Stadt mit unterschiedlicher Heftigkeit – neue Polit-, Begegnungs- und Wohnräume ohne kommerziellen Druck. Doch was ähnlich begann, hat sich ganz unterschiedlich entwickelt.

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