Warmweisses Licht blendet weniger und kostet weniger

Die öffentliche Beleuchtung in der Stadt Bern soll nur noch warmweiss erstrahlen. Das scheint nur Vorteile zu haben.

Tests mit neuen Beleuchtungskonzepten – hier am Ladenwandweg in Bern – wurden schon vor bald zehn Jahren durchgeführt.

Tests mit neuen Beleuchtungskonzepten – hier am Ladenwandweg in Bern – wurden schon vor bald zehn Jahren durchgeführt.

(Bild: Manuel Zingg, Archiv)

In der Stadt Bern wird für die öffentliche Beleuchtung sukzessive nur noch Leuchtmittel mit warmweissen Licht eingesetzt. Dieses enthält möglichst wenig Blauanteil, was einen positiven Einfluss auf Menschen, Tiere und Pflanzen hat.

Warmweisses Licht wirkt angenehmer und blendet weniger. Tiere und Pflanzen werden in ihrem natürlichen Tag- und Nachtzyklus weniger gestört: Insbesondere Insekten werden weniger stark angelockt. Eine konsequente Ausrichtung der Leuchten nach unten soll zudem unnötige Lichtemissionen in den Nachthimmel verhindern, schreibt die Stadt Bern.

Der Gemeinderat hat die neuen Richtlinien für die öffentliche Beleuchtung verabschiedet, wie er am Donnerstag mitteilte. In den Richtlinien werde klar unterschieden, wo der öffentliche Aussenraum beleuchtet werden darf und wo nicht. Dabei werde neu der Sicherheitsaspekt gestärkt.

Vollmondstimmung auf der Grossen Schanze

Ein entsprechendes Pilotprojekt hatte die Stadt bereits im März auf der Grossen Schanze lanciert. Dort sorgt eine «Vollmondlicht-Stimmung» dafür, dass sich die Menschen nachts sicherer fühlen.

Mit den Richtlinien soll im öffentlichen Raum künftig für die ganze Stadt eine «harmonisierte und stimmige Beleuchtung» sichergestellt werden, hält die Stadt fest. Generell gilt das Prinzip: soviel wie nötig und so wenig wie möglich beleuchten.

Bei der Universität Bern sorgt ein neues Lichtkonzept für eine gewisse Helligkeit – damit Passantinnen und Passanten sich sicherer fühlen. (Bild: EBP Schweiz AG)

Durch die Verwendung energieeffizienter LED-Technologie konnte die Stadt Bern den Stromverbrauch seit 2010 um rund einen Drittel von 9 Millionen auf 6 Millionen Kilowattstunden reduzieren. Dies, obwohl die öffentliche Beleuchtung gesamthaft zunahm.

db/SDA

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt