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Wahlen: «Bern ist die grosse Ausnahme»

Der Sinn des Proporzwahlsystems werde in der Stadt Bern «ad absurdum» geführt, sagt Politologe Michael Hermann. Grosse Listen würden bevorteilt.

2012 dank Partei-Allianzen gewählt: Franziska Teuscher (GB), Reto Nause (CVP), Alexander Tschäppät (SP), Ursula Wyss (SP) und Alexandre Schmidt (FDP).
2012 dank Partei-Allianzen gewählt: Franziska Teuscher (GB), Reto Nause (CVP), Alexander Tschäppät (SP), Ursula Wyss (SP) und Alexandre Schmidt (FDP).
Valérie Chételat

Herr Hermann, Bern wählt die Stadtregierung im Proporz, das heisst, es geht um Blöcke statt Köpfe. Ist das auf kommunaler Ebene üblich in der Schweiz?

Nein. In der Regel werden nur die Parlamente im Verhältniswahlrecht (Proporz) gewählt. Die Exekutiven der Kantone und Gemeinden dagegen im Mehrheitswahlrecht (Majorz). Dies ist auf kantonaler Ebene stark ausgeprägt, wo mit Ausnahme des Tessins sämtliche Exekutiven im Majorzverfahren gewählt werden.

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