Versteinerte Urtiere sind ihr Job

Als Paläontologin untersucht Ursula Menkveld Objekte, die viel älter sind als die Menschheit selbst. Bei der Bergung von 170 Millionen Jahre alten Meerestieren musste sie sich aber beeilen.

Die nächste Forschungsstätte von Ursula Menkveld ist der Bahnhof Bern.

Die nächste Forschungsstätte von Ursula Menkveld ist der Bahnhof Bern.

(Bild: Beat Mathys)

Carlo Senn@derbund

Ursula Menkveld, Sie bezeichnen die Fossilien, die das Naturhistorische Museum Bern jetzt ausstellt, als Sensationsfund. Warum?
Es ist ein absoluter Zufall, dass man auf solche Versteinerungen stösst. Wie wir herausgefunden haben, ist der Ort im heutigen Aargauer Jura, an dem wir die versteinerten Meerestiere gefunden haben, nicht dort, wo diese ursprünglich lebten. Das sieht man an der Gesteinsstruktur. Es muss einen Jahrhundertsturm gegeben haben, der die Wassertiere dorthin gespült hat. Dann hat sich sofort eine feine Schicht über die Tiere gelegt. So wurden sie konserviert. 99 Prozent der Seesterne beispielsweise verschwinden, da ihre Skelettstruktur so fein ist, dass sie auseinanderfällt und Teil des Gesteins am Meeresboden wird.

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