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Verheerendes Zeugnis für Gemeinderat

Der Stadtrat lehnte einen Nachkredit von 212'000 Franken für ein geflopptes Bern-Logo ab – und übte harte Kritik am Gemeinderat.

Harte Kritik am Berner Gemeinderat: Gemeinderat Reto Nause (CVP) und Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) räumten ein, dass Fehler gemacht wurden.
Harte Kritik am Berner Gemeinderat: Gemeinderat Reto Nause (CVP) und Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) räumten ein, dass Fehler gemacht wurden.
Manuel Zingg

Eine stilisierte Bärentatze im Schriftzug «Bern macht’s» hätte den einstigen Logo-Salat im Raum Bern beenden sollen. Bern hat damit aber bloss Schulden gemacht. Zehn Jahre nach deren Entstehung hat der Gemeinderat dem Stadtrat nun einen Nachkredit von 212 000 Franken vorgelegt. Dem Antrag beigelegt war ein Bericht des Finanzinspektorats, worin zum Teil krasse Mängel festgestellt wurden. Trotzdem empfahl die Controlling-Stelle den Nachkredit zur Annahme. Die Finanzkommission mochte dem aber nicht folgen und empfahl mit grossem Mehr, den Nachkredit abzulehnen. Sprecher Simon Glauser (SVP) bemängelte die «fehlenden internen Kontrollsysteme». Sämtliche Fraktionen beantragten die Ablehnung des Nachkredits: Regula Tschanz (GB) sprach von einem «Totalschaden» und bemängelte die lange Dauer bis zur Vorlage des Nachkredits. Peter Ammann (GLP) warf dem Gemeinde­rat «unprofessionelles, gleichgültiges und dilettantisches Verhalten» vor. SP-Sprecherin Yasemin Cevik sprach von einer «katastrophalen Aufgleisung» des Projekts. Diverse Votanten gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich solch böse Überraschungen mit der geplanten Einführung eines internen Kontrollsystems künftig vermeiden lassen.

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