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«Verhalten Sie sich, als ob Sie keine Versicherung hätten.»

Versicherer kürzen bei Hochwasser in gewissen Fällen ihre Leistungen.

Am Mittwoch stieg die Arre in der Matte bedrohlich hoch.
Am Mittwoch stieg die Arre in der Matte bedrohlich hoch.
Manu Friederich

«Was hast du gemacht, als der Hochwasseralarm ausgelöst wurde?» «Ich habe einige Sachen auf den Tisch gestellt und nachgesehen, ob ich die Versicherungsprämie fristgerecht bezahlt habe.»

Diese Gesprächsfetzen vom vergangenen Mittwochabend aus der Berner Matte zeigen, dass nicht nur primär die Wasserfluten den Bewohnern Sorgen bereiten. Die finanziellen Belastungen, die durch das Hochwasser entstehen können, lassen so manchen Mätteler noch unruhiger schlafen, als es die herannahenden Wassermassen sowieso schon tun. Können aber die Versicherungen überhaupt ihre Leistungen kürzen oder gar streichen, wenn in der hochwassergebeutelten Matte einmal mehr Land unter ist? Sind sie nicht verpflichtet, versicherte Ereignisse anstandslos zu berappen, egal wie gross die Risiken in einem Quartier sind? Oder gibt es Situationen, die Kürzungen oder Ausschlüsse erlauben – etwa die Tatsache, dass man keinen Wetteralarm abonniert hat?

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