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Verfahren gegen Alpsenn wird eingeleitet

Im Stall einer Alphütte ob Blumenstein haben die Behörden am Montag mehrere tote Tiere gefunden. Gegen den verantwortlichen Sennen strebt der Kanton Bern nun ein Tierschutzverfahren an.

Die zwei toten Ziegen und mehrere Hühner seien vom Tierhalter verpackt und versteckt worden, sagte Benjamin Hofstetter vom kantonalen Veterinäramt auf Anfrage zu einem Bricht im «Thuner Tagblatt» und im «Berner Oberländer» vom Dienstag. Die Todesursache könne nicht mehr eruiert werden.

Es sei möglich, dass die kleinen Ziegen kurz nach der Geburt verstarben oder bereits tot geboren wurden. Er könne aber nicht ausschliessen, dass sie als Folge von Vernachlässigung starben, sagte Hofstetter weiter.

Keine Vorzeigetierhaltung

Die lebenden Tiere seien unterschiedlich gut genährt gewesen. Drei Ziegen wurden als abgemagert eingestuft. Die rund 20 Hühner waren knapp genährt. Die restlichen 15 Ziegen und mehrere Hunde seien in einem normalen Zustand aufgefunden worden. Die Tiere waren nicht verschmutzt.

Dennoch entspreche der Betrieb nicht einer Vorzeigetierhaltung. Der Fall sei nicht alltäglich, jedoch nicht mit den Fällen von Tiervernachlässigung vom vergangenen Jahr zu vergleichen, sagte Hosfstetter weiter.

Bei zwei Kontrollen auf der Alp im Januar und im März habe der Veterinärdienst «nichts Gravierendes» festgestellt. Es wäre deshalb unverhältnismässig, den Sennen mit einem Tierhalteverbot zu belegen. Nach dem Fund der Kadaver wird nun ein Verfahren gegen ihn angestrengt. Je nach dessen Ausgang werden dem Mann später die Tiere weggenommen.

Die Alp wurde am Montag von den Behörden aus eigentumsrechtlichen Gründen geräumt. Der Senn hatte trotz Kündigung die Alphütte nicht verlassen. Der Mann hat nun eine Frist erhalten, seine Tiere abzuholen. So lange kümmert sich die Alpkorporation als Eigentümerin der Hütte um die Tiere.

SDA/bs

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