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Verdichtung und Wahrheit in Köniz: Höher, breiter, enger, geschlossener

Die Wakkerpreis-Gemeinde liefert ein zutatenreiches Rezept fürs Verdichten im bestehenden Baugebiet.

Werden dereinst bejahrte Quartiere wie etwa hier am Pappelweg in Wabern erneuert, wird Köniz eine deutlich dichtere Bauweise erlauben.
Werden dereinst bejahrte Quartiere wie etwa hier am Pappelweg in Wabern erneuert, wird Köniz eine deutlich dichtere Bauweise erlauben.
Adrian Moser

Das Versprechen, mit dem Köniz antritt, ist ziemlich unbescheiden. Im Zuge der Revision der Ortsplanung will die Gemeinde unter dem Strich zwar kein zusätzliches Bauland einzonen. Aber gleichzeitig propagiert die Behörde «ein moderates Wachstum». Kann denn wachsen, was sich nicht ausdehnt? Auf die reflexartige Frage liefert die Könizer Gemeinderätin und Planungsvorsteherin Katrin Sedlmayer die ebenso reflexartige Antwort: «Ja, sie kann das. Durch Siedlungsentwicklung nach innen.» Allerdings ist die Wendung «Siedlungsentwicklung nach innen» zunächst lediglich eine Floskel, unter der man sich nichts und zugleich vieles vorstellen kann: Schiessen nun Hochhäuser, diese Inbegriffe des verdichteten Wohnens in die Höhe? Oder wird die hinterletzte Freifläche im Siedlungsraum zum Bauplatz? – Die zentralen Fragen sind letztlich, wie und wo Köniz denn dichter werden soll und ob dabei tatsächlich mehr Wohnungen entstehen – oder ob bloss kleine, günstige durch grössere, teurere ersetzt werden.

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