Verbände und Klubs unterstützen Hallenbad-Initiative der Berner FDP

Bern Für ihre Volksinitiative für mehr Hallenbäder in der Stadt Bern erhält die Stadtberner FDP Support von drei Verbänden oder Klubs.

Ein neues Hallenbad mit zehn 50-Meter-Bahnen: Das ist das Ziel der FDP.

Ein neues Hallenbad mit zehn 50-Meter-Bahnen: Das ist das Ziel der FDP.

(Bild: Valérie Chételat)

Der Schwimmklub Bern, der Kantonal Bernische Schwimm-Verband und die Berner Lebensretter wollen der FDP beim Sammeln der Unterschriften helfen: Sie unterstützen die Volksinitiative für mehr Hallenbäder in der Stadt Bern.

Die Präsidenten dieser drei Organisationen sagten am Dienstag an einer Medienkonferenz der Stadtberner FDP unisono, es brauche eine neue, grosse Schwimmhalle in der Stadt Bern. In den Berner Hallenbädern fehlten Wasserflächen sowohl für den Breitensport als auch für wettkampfmässigen Sport.

Die FDP der Stadt Bern stellte an der Medienkonferenz auch den genauen Wortlaut ihrer Initiative vor, deren Lancierung sie schon im Dezember angekündigt hatte. Sie verlangt nun nicht mehr vier Hallenbäder, sondern einfach «öffentlich zugängliche Hallenbäder mit mindestens 20 Schwimmbahnen à mindestens 25 Meter».

Heute verfügt die Stadt Bern nach Angaben der Stadtberner FDP in drei Hallenbädern über 14 Schwimmbahnen mit dieser Länge. Vier dieser Bahnen werden wohl bald verschwinden: Jene im sanierungsbedürftigen Hallenbad am Hirschengraben.

Die fehlenden zehn Schwimmbahnen sollten nach Auffassung der Stadtberner FDP «idealerweise» in einem neuen Hallenbad mit zehn 50-Meter-Bahnen geschaffen werden. Die Baukosten für diese Halle schätzt die Stadtberner FDP auf rund 60 Millionen Franken.

Eine Stadt mit einem Budget von einer Milliarde Franken könne sich eine solche Investition leisten respektive es müsse für die Stadt Bern einfach eine Priorität sein, eine solche Schwimmhalle zu bauen. Das sagten die Parteivertreter vor den Medien. Es brauche nun den Druck einer Initiative, damit in Bern endlich etwas passiere.

5000 Unterschriften nötig

Ausser auf die Hilfe der drei genannten Organisationen setzt die Stadtberner FDP auch auf Unterschriftensammlungen auf der Strasse. Sie hat zudem eine Internetseite für die Initiative geschaffen. Bis im Juni hat die Partei Zeit, die nötigen 5000 Signaturen fürs Zustandekommen des Begehrens zu sammeln.

«Rennt offene Türen ein»

Franziska Teuscher, die für Bildung, Soziales und Sport zuständige Berner Gemeinderätin, sagte nach der Medienkonferenz auf Anfrage, die Initiative renne bei ihr und beim Berner Gemeinderat offene Türen ein. Schliesslich habe sich die Stadtregierung in den neuen Legislaturrichtlinien den Bau einer 50-Meter-Schwimmhalle zum Ziel gesetzt.

Die grösste Herausforderung in diesem Zusammenhang werde es sein, einen Standort für die geplante Schwimmhalle zu finden, sagt Teuscher weiter.

Eigentlich will der Berner Gemeinderat diese auf dem ehemaligen Gaswerkareal an der Aare unweit des Tierparks bauen. Aufgrund von Vorstössen im Stadtrat überprüft die Verwaltung nun aber auch Areale in der hinteren Länggasse - dem Mittelfeld - und auf dem Neufeld.

Laut dem Generalsekretär von Teuschers Direktion, Sven Baumann, braucht es im Neufeld noch etliche Abklärungen und Gespräche. Bezüglich Mittelfeld will der Gemeinderat die Resultate der Mitwirkung zur geplanten Überbauung des Viererfelds/Mittelfelds abwarten.

Was schliesslich die Stadtregierung von diesen Alternativvorschlägen hält, werde sie in den Antworten auf die beiden Vorstösse darlegen, sagt Baumann.

hjo/sda

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