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Vechiger Schulreglement nach langem Ringen angenommen

Eine lange Geschichte kam am Samstag zu einem versöhnlichen Ende: Die Gemeindeversammlung von Vechigen stimmte dem neuen Schul- und Kindergartenreglement (RSK) mit grossem Mehr zu.

Lediglich 20 der 440 Anwesenden (12,9 Prozent der Stimmberechtigten) stimmten dagegen. Mit der Einführung des neuen RSK werden die fünf Schulkreise aufgehoben und die sieben Schulkommissionen zu einer einzigen Bildungskommission geeint. Deren Mitglieder werden an der Urne gewählt.

Schulreglement: «Heisses Eisen» So deutlich das Resultat der Abstimmung, so zäh die vorangehende Diskussion. Das neue Schulreglement sei ein «heisses Eisen», sagte die zuständige Gemeinderätin Ursula Walther-Hofer vor der Versammlung. Der Gemeinderat sowie die verschiedenen Schulkommissionen hätten viel Zeit und Herzblut investiert, um das Geschäft so auszuarbeiten, wie es nun vorliege. Das neue Reglement sei dringend notwendig, denn die heutige Schulstruktur sei «träge und veraltet», sagte Walther. Sie verstehe gut, dass die geplante Aufhebung der Schulkreise und die Einführung der neuen Bildungskommissionen vielen Angst machten. Doch es dürfe nicht sein, dass «wir im Alten verharren, nur weil wir wissen, wie es läuft». Sie bat die Versammlung inständig, das neue Reglement anzunehmen.

Das neue Reglement stärke das Wirgefühl der Vechiger, sagte Monika Bolliger von der EVP. «Es gibt nur noch einen einzigen Schulkreis, zu dem alle gehören.» Ihre Partei stimme dem Reglement daher zu. Auch die FDP stehe «ohne Wenn und Aber» hinter dem Gemeinderat, sagte Präsidentin Meta Marti. Denise Jöhr (sp) bezeichnete die heutigen Strukturen als ein «Relikt aus alter Zeit», das es zu ändern gelte.

Nicht alle teilten diese Meinung: Er könne dem neuen Reglement nicht in allen Punkten zustimmen, sagte Rolf Gygax, Schulkommissionspräsident der Gesamtschule Lindental. Mit der Einführung der Bildungskommission, die an der Urne gewählt wird, seien die Interessen der einzelnen Schulen nicht mehr gewährleistet. Im Namen des Vereins Pro Gesamtschule Lindental stellte er den Antrag, dass künftig jede Schule Anrecht auf mindestens einen Vertreter in der Bildungskommission hat. Zudem verlangte der Verein, dass die Gesamtschule Lindental einen dreiköpfigen Begleitausschuss erhalte, der die Schulleitung unterstütze. Beide Anträge wurden abgelehnt. Angenommen wurde aber der Antrag der SVP, dass die bestehende Infrastruktur «durch die Zuteilung der Schüler optimal genutzt» werde.

Nach zwei Stunden stimmten die Anwesenden der RSK zu. Gemeindepräsident Walter Schilt (svp) war erleichtert: «Endlich haben wir eine moderne Schule.» Der Gemeinderat hatte 2007 angekündigt, die Schulstrukturen zu optimieren. Im November 2008 beschloss er aber, noch nicht über die Schulreform zu diskutieren. Das neue Reglement tritt Mitte 2010 in Kraft.

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