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VCS begrüsst Urteil des Bundesgerichts

«Hoch erfreut» hat der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) auf das Bundesgerichtsurteil zur Tempo-30-Zone in Münsingen reagiert.

«Grundsätzlich auch auf Haupt- und Quartierstrassen zulässig»: Tempo-30-Zonen. (Keystone)
«Grundsätzlich auch auf Haupt- und Quartierstrassen zulässig»: Tempo-30-Zonen. (Keystone)

Das höchste Gericht gebe so grünes Licht für ein zukunftsweisendes Modell, das die Verkehrssicherheit verbessern werde.

«Noch vor 10 oder 15 Jahren war Tempo 30 auf einer Hauptstrasse ein Tabu», schreibt der VCS in einem Communiqué vom Freitag. Heute setze sich immer mehr die Einsicht durch, dass Tempo 30 in Ortszentren allen Verkehrsteilnehmern - auch den Autofahrern - nur Vorteile bringe.

Das zeige das Beispiel von Köniz, wo seit 2004 auf der Hauptverkehrsachse eine 300 Meter lange Tempo-30-Zone bestehe. «Autofahrer sind hier langsamer unterwegs, beachten den Fuss- und Veloverkehr mehr und kommunizieren besser.» Damit werde die Lebensqualität im öffentlichen Raum erhöht.

Noch vor neun Jahren sei der VCS mit seiner Tempo-30-Initiative gescheitert. Doch «steter Tropfen höhlt den Stein», stellt der VCS nach dem Urteil aus Lausanne befriedigt fest. Auch die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) hat das Bundesgerichtsurteil erfreut zur Kenntnis genommen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Sie prüft nun das weitere Vorgehen zur Sanierung der Ortsdurchfahrt Münsingen.

Eine Neubeurteilung ist nötig, weil der Grosse Rat 2008 eine entsprechende Kreditvorlage zurückgewiesen und eine Überarbeitung des Strassenplans verlangt hat.

(SDA)

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