Vandalismus trifft Viererfeld-Gegner

Viererfeld-Gegner beklagen, dass ihre Informationstafeln ausgerissen worden seien. Nun zeigt sich: Ein Teil der Tafeln war nicht bewilligt.

Die Argumente der Viererfeld-Gegner scheinen gewissen Leuten nicht zu gefallen.

Die Argumente der Viererfeld-Gegner scheinen gewissen Leuten nicht zu gefallen. Bild: ZVG/Facebook

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In rund zwei Wochen findet die Viererfeld-Abstimmung statt. Dementsprechend geben Gegner und Befürworter nochmal alles, um mit ihren Argumenten zu überzeugen. So auch der Verein Viererfeld Nature 2.0, der gegen die geplante Überbauung einsteht.

Dieser stellte am vergangenen Donnerstag fünfzehn Informationstafeln im Berner Stadtgebiet auf. Dabei handelt es sich um 40 mal 70 Zentimeter grosse Schilder, die in den Boden gesteckt werden und auf denen je eines der fünf Hauptargumente, die der Verein gegen das Wohnbauprojekt hat, aufgedruckt ist. Die Aktion verlief nicht wie gewünscht: «Innerhalb von 48 Stunden waren mindestens fünf Tafeln verschwunden», bestätigt Peter Camenzind auf Anfrage. Er vermutet, dass Befürworter der Überbauung die Tafeln in die Aare geworfen haben. Ein solches Verhalten mitten in einem Abstimmungskampf hält er für «unsportlich». Auf eine Strafanzeige werde der Verein aber verzichten. «Mit Verlusten muss man rechnen», sagt Camenzind.

Über die Tafelaktion sei die Gewerbepolizei informiert gewesen. «Die Aktion war aus unserer Sicht legal.» Dabei stützt sich der Verein auf Artikel 19 des Reklamereglements der Stadt Bern, der besagt, dass während Wahlen und Abstimmungen in allen öffentlichen Zonen, zusätzlich zu den von der Stadt zur Verfügung gestellten Plakatstellen, temporäre Plakatstellen bewilligt werden können.

Informiert ist nicht gleich bewilligt

Die Gewerbepolizei sieht das anders. Laut deren Sprecher Norbert Esseiva sei ein Gesuch für die Schilderaktion zwar eingetroffen, das Veranstaltungsmanagement habe aber klar darüber informiert, wo die Schilder aufgestellt werden dürfen und wo nicht.

Trotzdem sind die Informationstafeln des Vereins Viererfeld Nature 2.0 unter anderem im Altenberg, im Dählhölzli-Wald und im Marzili aufgestellt worden. Für diese Orte habe die Gewerbepolizei keine Bewilligung gegeben.

Camenzind glaubt zu wissen, was schiefgelaufen ist: Missverständnisse oder nicht weitergeleitete Informationen, aufgrund der hohen Anzahl Freiwilliger, die für die Kampagne von Viererfeld Nature 2.0 im Einsatz sind. «Da kann es vorkommen, dass einige wenige Plakate im Eifer falsch platziert worden sind.»

Mit dem Verschwinden der Schilder habe die Gewerbepolizei nichts zu tun: «In solchen Fällen eruieren wir den Verursacher, schreiben ihn an und bieten ihn auf, die Schilder wegzuräumen», erklärt Esseiva. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.05.2016, 20:53 Uhr

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