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«Vätertag? Das ist nur gerecht»

Vor dem morgigen Vätertag sammeln die Mitglieder eines Männervereins Geschichten über Väter. Passanten finden das eine gute Sache. Einige fürchten gar, Väter seien vom Aussterben bedroht.

Ivo Knill (links), Vizepräsident von Männer.ch, hört stundenlang zu, wenn Menschen von ihren Vätern erzählen.
Ivo Knill (links), Vizepräsident von Männer.ch, hört stundenlang zu, wenn Menschen von ihren Vätern erzählen.
Valérie Chételat

Ein Tram rattert vorbei. Es ist Mittagszeit. Die Passanten, die über den Bärenplatz schlendern, haben es eilig. Viele machen einen weiten Bogen um den Mann hinter dem Stand, der neue Spender für eine Menschenrechtsorganisation sucht. Daneben der nächste Stand. «Wollen Sie uns etwas über ihren Bappe erzählen?», heisst es dort. Plakate prophezeien, dass der «Teilzeitmann kommt» und morgen der Vätertag gefeiert wird. Die meisten haben noch nie davon gehört, während der Muttertag in der Schweiz seit den 1930er-Jahren gefeiert wird. «Eigentlich eine gute Sache», findet der 22-jährige Berufsschüler Cyrill Rieder, der eben vorbeigeht. «Wenn man schon von Emanzipation redet, ist das nur gerecht.» Sein Kollege lässt sich eine Geschichte über seinen Vater entlocken. «Wir haben nicht viel miteinander geredet. Aber wir gehen bis heute zusammen fischen», sagt er. Und Ivo Knill schreibt mit. Er ist Vizepräsident des Verbands Männer.ch und Chefredaktor der «Männerzeitung». Dort sollen die gesammelten Vätergeschichten publiziert werden.

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