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Ursula Wyss will ein Ausländerstimmrecht light

Ursula Wyss schlägt vor, in der Stadt Bern ein konsultatives Stimmrecht für Ausländer einzuführen. Politologen sympathisieren mit dem Anliegen, bezweifeln aber die Wirkung.

Im Schrebergarten integriert, von der Politik noch ausgeschlossen: Zuwanderer in Bern.
Im Schrebergarten integriert, von der Politik noch ausgeschlossen: Zuwanderer in Bern.
Franziska Rothenbühler

Man schrieb den 3. März 1957, als im kleinen Bergdorf Unterbäch an den Hängen des Rhonetals Historisches geschah: Erstmals in der Geschichte der Schweiz beteiligten sich Frauen an einer Abstimmung. Der Gemeinderat hatte ihnen erlaubt, ihren Stimmzettel in einer separaten Urne abzugeben. Gewertet wurden die Stimmen nicht, weil es dafür keine Rechtsgrundlage gab. Aber es war ein symbolträchtiger Akt des Ungehorsams – selbst Reporter der New York Times reisten ins Wallis, um davon zu berichten. Noch im selben Jahr führte Unterbäch als erste Schweizer Gemeinde und gegen den Willen des Walliser Staatsrats das kommunale Stimmrecht für Frauen ein.

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