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Unterschriften gegen HarmoS eingereicht

Im Kanton Bern kommt es so gut wie sicher zu einer Volksabstimmung über den Beitritt zum HarmoS-Konkordat. Ein überparteiliches Komitee hat heute Freitag in Bern nach eigenen Angaben 15'214 bereits beglaubigte Unterschriften eingereicht.

Das Referendumskomitee gegen HarmoS will keinen obligatorischen zweijährigen Kindergarten.
Das Referendumskomitee gegen HarmoS will keinen obligatorischen zweijährigen Kindergarten.

Im Kanton Bern sind für eine Referendumsabstimmung 10'000 Unterschriften nötig. Damit dürfte es nur noch eine Formsache sein, dass das Referendum gegen HarmoS offiziell für zustande gekommen erklärt wird. Nach Angaben des Komitees befinden sich weitere gut 2000 Unterschriften noch zur Beglaubigung bei den Gemeinden.

Die Federführung im Referendumskomitee hat die Eidgenössisch- Demokratische Union (EDU). Mit dabei sind auch Vertreter von SVP und Junger SVP.

Die EDU stört sich vor allem an der von HarmoS vorgesehen obligatorischen zweijährigen Dauer des Kindergartens, wie bei der Übergabe der Unterschriften an die Staatskanzlei EDU-Grossrat Marc Früh klarmachte. «Gegen eine gewisse Harmonisierung in der Schule haben wir nichts», erklärte Früh weiter.

Die grosse Zahl von Unterschriften zeige, dass das Thema die Bevölkerung bewege, sagte der künftige Belper EDU-Nationalrat Andreas Brönnimann. So etwas wie der obligatorische zweijährige Kindergarten dürfe nicht von einem Konkordat von oben her «befohlen werden».

SVP-Grossrätin Sabina Geissbühler sagte, der zweijährige Kindergarten gehe nicht einher mit guten schulischen Leistungen. Das habe die PISA-Studie gezeigt. Und für JSVP-Vertreter Erich Hess bedeutet HarmoS Mehrkosten. Es sei also nur gerecht, dass nun die Steuerzahler dazu etwas zu sagen hätten.

Bisher sagten acht Kantone Ja

Damit die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule, wie HarmoS offiziell heisst, in Kraft trteten kann, müssen zehn Kantone zustimmen. Bisher haben dies acht getan. Drei Kantone sagten an der Urne Nein. Am 8. Februar kommt es in Nidwalden zu einer weiteren Referendumsabstimmung.

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