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Unsicherheit ist hier erlaubt

Die «blaue Welle» in Thun verunsichert Autofahrer und Fussgänger. Das ist erwünscht, damit diese besser aufeinander achten – ohne Zebrastreifen. Das Modell interessiert europaweit.

Mit der «blauen Welle» soll in Thun der Verkehr besser fliessen.
Mit der «blauen Welle» soll in Thun der Verkehr besser fliessen.
Manu Friederich

Fritz Kobi hat sich Zeit genommen. 45 Minuten lang hat er sich einmal an den Strassenrand der Thuner Innenstadt gestellt, zwischen Guisan- und Sternenplatz. Den pensionierten Oberingenieur des Kreises II Bern Mittelland, der in der Nähe von Thun wohnt, hat interessiert, wie der in der Thuner Innenstadt angelegte Versuch eines Koexistenzmodells funktioniert. Kein Wunder: Kobi ist «Mitentwickler» dieses Modells, das seinen Ursprung im Kanton Bern hat. Statt den Verkehr zu trennen oder auf eine gänzlich verkehrsfreie Zone zu setzen, funktioniert das Koexistenzmodell wie ein Reissverschluss: Autos, Velos, Motorräder und Fussgänger benutzen dieselbe Strasse so, dass der gesamte Verkehrsstrom deswegen nicht ins Stocken gerät.

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