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Unruhe um die letzte Ruhe

In der Stadt Bern sterben jährlich 200 bis 300 Personen mittellos. Die Stadt schreibt den Auftrag zur Einsargung dieser Leute neu aus. Nun wird Kritik am Verfahren laut, weil es die freie Wahl verunmögliche.

Bei der Einsargung und dem Transport mittellos Verstorbener kommt in Bern bloss eine Firma zum Zug. (Franziska Scheidegger)
Bei der Einsargung und dem Transport mittellos Verstorbener kommt in Bern bloss eine Firma zum Zug. (Franziska Scheidegger)

In der Stadt Bern können die Angehörigen mittellos Verstorbener ihr Bestattungsunternehmen nicht frei wählen. Die Leistungsvergabe wird alle fünf Jahre als Wettbewerb öffentlich ausgeschrieben. In den letzten Jahren kam dabei jeweils die international tätige Firma Rudolf Egli AG zum Zug. Der Könizer Bestatter Jürg Beutler ist überzeugt, dass das Grossunternehmen auch in der laufenden Ausschreibung für die Jahre 2011 bis 2016 wieder den Zuschlag erhalten wird. «Mit dem Stadtberner Verfahren werden Billiganbieter bevorzugt», sagt Beutler. Bei der Ausschreibung vor zehn Jahren bekam die Rudolf Egli AG den Auftrag, weil sie Einsargung und Leichentransport zum Preis von knapp 410 Franken anbieten konnte, wie aus einem Dokument hervorgeht, das dem «Bund» vorliegt.

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