Uni Bern baut Pharmazie zum Vollstudium aus

Die Universität Bern baut die Pharmazie zum Vollstudium aus - nach Möglichkeit bereits per Herbstsemester 2019.

Bereits ab 2019 will die Universität Bern Pharmazie als Vollstudium anbieten.

Bereits ab 2019 will die Universität Bern Pharmazie als Vollstudium anbieten. Bild: Keystone

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Neben den 100 zusätzlichen Plätzen pro Jahrgang in der Humanmedizin wolle man auch das Pharmaziestudium ausbauen, erklärte Rektor Christian Leumann gemäss Communiqué: Von einem zweijährigen Grundstudium zum forschungsorientierten Vollstudium mit Bachelor und Master für rund 50 Studienanfänger pro Jahr. Die Pharmazie bilde die Brücke zwischen Naturwissenschaften und Medizin, erklärte Leumann. Daraus ergäben sich zwei Vorteile: Die Ausbildung in Pharmazie reihe sich nahtlos in die Initiativen zur Stärkung des biomedizinischen Forschungsstandorts Bern ein. Und sie leiste einen Beitrag zur Sicherung des Bestandes von Pharmazeuten in der Schweiz.

Die Kosten werden mit jährlich rund drei Millionen Franken angegeben. Verteilt werden sie auf die Naturwissenschaftliche und Medizinische Fakultät sowie auf neu einzubringende Mittel.

Generell herrsche Aufbruchstimmung an der Universität Bern, hiess es an der Medienkonferenz. So gibt es neu Interfakultäre Forschungskooperationen, mit denen man innovative Verbundprojekte aus verschiedenen Fachbereichen fördern will. Ein erstes Projekt ist bereits bewilligt. Es befasst sich mit «One Health», einem immer bedeutender werdenden Forschungsgebiet, in dem die Zusammenhänge zwischen der Gesundheit von Umwelt, Tier und Mensch untersucht werden.

Konstante Studierendenzahlen

Im Herbstsemester 2017 dürften an der Uni Bern rund 17'550 Studierende immatrikuliert sein. Die Zahl liegt nur geringfügig höher als 2016. «Wie schon im letzten Jahr sind die Gründe für die Stabilisierung auf hohem Niveau zum grossen Teil demographischer Natur», sagte Bruno Moretti, Vizerektor Lehre. Rund 3500 Personen haben sich für ein Studium in Bern beworben. Naturwissenschaftliche Studiengänge sind wiederum am meisten gefragt. Die grösste Fakultät bleibt die Medizinische Fakultät.

Der Anteil ausländischer Studierender im Bachelor, Master und Doktorat beträgt unverändert rund 13 Prozent. Ausländische Bewerbungen kamen aus 80 Ländern. Neun Bewerbungen stammen von Flüchtlingen, drei davon wurden zugelassen. Zwei Dossiers sind noch in Prüfung. (mer/sda)

Erstellt: 14.09.2017, 13:19 Uhr

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