Über 1000 fordern Verbleib von SRG-Radiostudio

Die SRG erwägt einem Umzug des Studios von der Schwarztorstrasse nach Zürich, um Geld zu sparen.

Das Radiostudio der SRG an der Berner Schwarztorstrasse 10.

Das Radiostudio der SRG an der Berner Schwarztorstrasse 10.

(Bild: srf.ch (zvg))

Innerhalb von 72 Stunden seien bereits über 1000 Unterschriften gesammelt worden, teilte die CVP Stadt Bern am Dienstag mit. In der letzten Donnerstag lancierten Petition fordert die Partei die «Rettung des Radio-Studios Bern» der SRG. Das Engagement zeige, dass Bern für sein Radiostudio kämpfe und dafür einstehe, so die Stadtberner CVP-Präsidentin Sibyl Eigenmann.

In der Petition fordert die CVP nicht nur den Verbleib der Radiostation in der Bundesstadt, sondern zugleich einen Ausbau des Standorts. Damit sollen föderale Strukturen gefördert werden. Die CVP will nun die Petition am nächsten Montag am SRG-Hauptsitz in Zürich übergeben.

150 Arbeitsplätze betroffen

Der Grund für das Lancieren der Petition sind Erwägungen der SRG, das Radiostudio an der Schwarztorstrasse in Bern zu schliessen und nach Zürich zu verlegen. Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – mehrheitlich Journalisten – wären von einem Umzug betroffen. Noch ist aber nichts entschieden. Das Studio produziert unter anderem das «Echo der Zeit» und die Nachrichten.

Der Berner Gemeinderat nannte das Vorhaben der SRG letzte Woche «einen bedauerlichen Einschnitt und eine problematisches medienpolitisches Signal». Vom Unternehmen erwartet er ein «klares Bekenntnis zu Bern als SRG-Hauptsitz mit Inland- und Bundeshausredaktion».

Doch die SRG muss sparen – auch nach dem deutlichen Nein zur No-Billag-Abstimmung. Das Sparpaket umfasst rund 100 Millionen Franken. Auch Arbeitsplätze werden von der Sparmassnahme betroffen sein.

ama

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