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Turnier der Schatten

Über 120 aufgedeckte Fälle und mehr als 300 Verurteilte – während des Ersten Weltkriegs tobte in der neutralen Schweiz ein Krieg der Spione zwischen Entente und Mittelmächten.

Die Nachrichtensektion der Armee verletzte die Neutralität.
Die Nachrichtensektion der Armee verletzte die Neutralität.
Bundesarchiv
Generalstaabschef Teophil Sprecher nahm seine Offiziere Egli und von Wattenwyl am Prozess in Schutz.
Generalstaabschef Teophil Sprecher nahm seine Offiziere Egli und von Wattenwyl am Prozess in Schutz.
PTT-Archiv
Die verräterischen Offiziere Egli und von Wattenwyl werden mit dem Besen entfernt. Helvetia freut sich über die Reinigungsaktion.
Die verräterischen Offiziere Egli und von Wattenwyl werden mit dem Besen entfernt. Helvetia freut sich über die Reinigungsaktion.
Charles Clément (PTT-Archiv)
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Dass die Schweiz im Zweiten Weltkrieg als Drehscheibe für Agenten und Spionen fungierte, ist bekannt. Vom Ersten Weltkrieg ist dagegen vor allem die Oberstenaffäre im Gedächtnis geblieben, die vor hundert Jahren aufbrach und eine veritable innenpolitische Krise auslöste. Zuerst nahm man den «Whistleblower» aufs Korn, dann verfuhr man mit den Obersten Moritz von Wattenwyl und Karl Egli sehr nachsichtig. General Ulrich Wille wollte mit dem Hinweis, es seien keine nachteiligen Folgen für das Land entstanden, gar keine Untersuchung zulassen. Nur weil der Bundesrat darauf bestand, kam es zu einem Prozess.

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