Tschäppät will mit Partnern weiter über Käfigturm reden

Nach dem Nein der eidgenössischen Räte zu einer finanziellen Beteiligung des Bundes am Politforum gibt Alexander Tschäppät die Hoffnung noch nicht ganz auf.

Zwar hat der Ständerat am Mittwoch eine finanzielle Unterstützung vom Bund untersagt, aber das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen.

Zwar hat der Ständerat am Mittwoch eine finanzielle Unterstützung vom Bund untersagt, aber das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen.

(Bild: zvg (Archiv))

Er will noch in diesem Jahr alle an der Zukunft des Forums Interessierten an einen Runden Tisch bringen. Dort werde er ihnen sagen, so Tschäppät am Donnerstag auf Anfrage, dass der Bund gemäss Finanzminister Ueli Maurer allenfalls bereit sei, in den Jahren 2018 bis 2021 den Mietzins für das Politforum zu übernehmen. Maurer habe das am Mittwoch bereits im Nationalrat etwas verklausuliert gesagt, sagte Tschäppät weiter. Am Donnerstag habe dies der SVP-Bundesrat auf Nachfrage bestätigt. Dieses Versprechen tauge als Basis für weitere Gespräche, sagte Tschäppät weiter.

Es gelte nun zu schauen, was die Partner dazu sagten, ob das Politforum allenfalls für weniger als eine Millionen Franken pro Jahr betrieben werden könnte und ob allenfalls die Trägerschaft verbreitert werden könnte. Der Käfigturm gehört dem Kanton Bern. Falls der Bund den Mietzins fürs Politforum übernähme, entspräche das laut Tschäppät Kosten von 140'000 bis 150'000 Franken pro Jahr. Gemäss dem Konzept, das Tschäppät für den Betrieb des Politforums ab 2018 entwickelte, hätte der Bund 400'000 Franken übernehmen sollen. Er betreibt das Forum noch bis und mit nächstes Jahr.

Die Stadt Bern, der Kanton Bern und die Burgergemeinde sowie kirchliche Institutionen hätten je 150'000 Franken übernehmen sollen. So wäre die Million Franken, mit welcher der Bund heute das Politforum betreibt, weiterhin vorhanden gewesen. Stadt Bern, Kanton Bern und Burgergemeinde Bern haben ihre Beiträge bereits bewilligt - aber jeweils unter der Bedingung, dass auch die anderen Partner zahlen.

mon/sda

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