Zum Hauptinhalt springen

Tram kann ÖV-Hauptschlagader entstopfen

Im Abstimmungskampf ums 10er-Tram wird ein Zahlenkrieg geführt. Der «Bund» hat nachgerechnet. Ergebnis: Das Tram kann 
nicht ganz so viele Personen zusätzlich transportieren, wie die Befürworter behaupten, aber deutlich mehr als die Gegner vorrechnen.

In den Stosszeiten können die 10-er-Busse den Fahrplan nicht einhalten und fahren dicht aufeinander.
In den Stosszeiten können die 10-er-Busse den Fahrplan nicht einhalten und fahren dicht aufeinander.
Manu Friederich

Wie viele Fahrgäste gehen in einen Bus oder in ein Tram? Die Antwort darauf ist quasi die Mutter aller Kapazitätsberechnungen für den öffentlichen Verkehr. Doch die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Das weiss eigentlich jeder, der schon einmal in einem ­vollgestopften Bus oder Tram an die BEA-Ausstellung oder an einen Fussballmatch gefahren ist. Nun können Bernmobil-Fahrzeuge, die bis zum Gehtnichtmehr mit Passagieren vollgestopft sind, natürlich nicht der Massstab für die Planung des Angebots im öffentlichen Verkehr sein. Es braucht einen Normalstandard, der für die Fahrgäste angenehm ist – im Wissen darum, dass ein Bus oder Tram in Ausnahme­situationen auch viel mehr Personen transportieren könnte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.