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Tragischer Tod auf der Bühne

Carl Robert Helg, der neue Chorleiter des Stadttheaters Bern, stürzte in Karlsruhe von der Beleuchtungsbrücke des Badischen Staatstheaters.

Der Chorleiter Carl Robert Helg verstarb letzten Samstag nach einem Sturz von der Beleuchtungsbrücke des Badischen Staatstheater.
Der Chorleiter Carl Robert Helg verstarb letzten Samstag nach einem Sturz von der Beleuchtungsbrücke des Badischen Staatstheater.
zvg

In der nächsten Saison, die am 3. September beginnt, hätte Carl Robert Helg seine neue Stelle als Chorleiter am Stadttheater Bern antreten sollen. Doch letzten Samstag ist Helg überraschend ums Leben gekommen: Im Badischen Staatstheater stürzte er während der Proben für die Abschiedsgala des Generalintendanten Achim Thorwald von der Beleuchtungsbrücke. Schwer verletzt wurde er ins Spital gebracht, wo er noch am gleichen Abend verstarb. Helg stammte aus Winterthur und war unter anderem früher auch am Theater Basel und am Opernhaus Zürich tätig gewesen. Am Badischen Staatstheater arbeitete er seit 1997 als Chorleiter.

Helgs Tod löste am Badischen Staatstheater grosse Bestürzung aus. Noch sind die Untersuchungen über den Hergang nicht abgeschlossen, gemäss deutschen Medien sagte ein Polizeisprecher aber, dass nicht von einem Unfall, sondern von einem Suizid auszugehen sei. Die Beleuchtungsbrücke sei gesichert und nur für geschultes Personal zugänglich gewesen.

Stelle soll rasch besetzt werden

In Bern hätte Helg die Nachfolge des Esten Tarmo Vaask antreten sollen, der Ende Juni das Stadttheater verlassen hat und in der nächsten Saison am Staatstheater Nürnberg als Chorleiter und Dirigent unter Vertrag ist. Vaask weilte nur ein Jahr in Bern. Er war am Stadttheater für den Briten Alexander Martin eingesprungen, der an die Nationaloper von Bordeaux berufen worden war. Was die nun plötzlich wieder vakante Chorleiterstelle am Berner Stadttheater betrifft, so erklärte Hans Lauri, Präsident der Stiftung Konzert Theater Bern, auf Anfrage, dass sie rasch besetzt werden könne.

Das Stadttheater Bern ist in jüngster Zeit für Musiker und Theaterschaffende aus dem Ausland attraktiver geworden – nicht nur dank dem neuen Chef Stefan Märki, der am 1. Juli 2011 die Nachfolge von Marc Adam angetreten hat. Auch wegen des starken Frankens sind Stellen an Schweizer Theatern zunehmend gefragt.

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