Theater Matte soll städtische Subventionen erhalten

Der Berner Gemeinderat muss aufzeigen, wo ein Unterstützungsbeitrag innerhalb des Kulturbudgets eingespart werden könnte.

Bernhard Ott@Ott_Bernhard

Die Konstellation war speziell: Mit Unterstützung der SP hat gestern im Stadtrat die sonst eher weniger kulturaffine SVP vom Gemeinderat die Unterstützung eines Kulturbetriebs verlangt, der «zeitgenössische, berührende Dialekt-Stücke» aufführe. Da über die Theaterförderung der Stadt keine Betriebsbeiträge gesprochen werden könnten, «ist der Gemeinderat gefordert, dazu beizutragen, dass dieser wertvolle Kulturraum der Stadt Bern erhalten bleibt», hielt Ueli Jaisli (SVP) in einem Postulat fest.

Jaisli nannte die Summe von 100'000 Franken pro Jahr, die für den Fortbestand des Kulturbetriebs notwendig sei. Dieses Engagement sei wichtig, damit sich auch der Kanton sowie «weitere Stellen und Institutionen» an der Finanzierung beteiligten, sagte Jaisli.

Hohe Zustimmung

Die Fraktionen von FDP und GFL/EVP warnten erfolglos vor der Unterstützung von «Partikularinteressen», bevor die Stadt eine neue Kulturstrategie erarbeitet habe. SP-Sprecher David Stampfli brach nämlich ebenfalls eine Lanze für das Laientheater in der Matte. Mit 45 zu 13 Stimmen (bei 3 Enthaltungen) hat das Parlament den Gemeinderat beauftragt, in einem Bericht Möglichkeiten für eine Unterstützung der Laienbühne aufzuzeigen. Darin soll die Stadtregierung eine «entsprechende Kompensationsmöglichkeit» im städtischen Kulturbudget zugunsten des Theaters Matte aufzeigen, verlangte die SVP.

Der Bund

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