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Tausende Frauen trotzen der Hitze

Der 31. Schweizer Frauenlauf fand in Bern bei herrlichem Sommerwetter statt. Schatten, viel Trinken und Wasserduschen halfen den Läuferinnen ins Ziel.

Eine Läuferin kühlt sich auf der 10-Kilometer-Strecke mit Wasser.
Eine Läuferin kühlt sich auf der 10-Kilometer-Strecke mit Wasser.
Thomas Delley, Keystone

Frauen in Laufschuhen, kurzen Hosen und Shirts bevölkern den Hirschengraben in der Stadt Bern. Sie kommen aus den Trams, strömen aus dem Bahnhof und eilen in Gruppen dem Start entgegen. Der 31. Schweizer Frauenlauf in Bern fand bei herrlichem Sommerwetter statt. Bereits vor dem Mittag kletterte das Thermometer auf 26 Grad.

Unter dem Schatten der Bäume auf dem Hirschengraben haben es sich fünf Frauen aus Glarus gemütlich gemacht. Sie sind extra drei Stunden angereist, um die 5-Kilometer-Laufstrecke zu absolvieren. Sie fürchten sich nicht vor der Hitze, hoffen aber auf genug Wasserduschen entlang der Strecke. «Man muss vorher genug trinken», sagt eine der Frauen.

Bereits am Start eingereiht hat sich eine junge Frau aus Bern mit einer schicken Sonnenbrille. Sie und rund weitere 600 Frauen begeben sich in den nächsten Minuten mit Stöcken auf die 15 Kilometer lange Walkingstrecke. Beim Walken sei die Hitze weniger schlimm, als beim Rennen, sagt sie. Zudem führe die Runde hauptsächlich entlang der Aare im Schatten. Die Walkingstrecke führt vom Marzili an entlang dem linken Aareufer bis zur Auguetbrücke in Muri und auf der anderen Aareseite wieder zurück in die Stadt. Die Vorfreude auf die Strecke kann die junge Walkerin nicht verbergen: «Es ist alles wunderbar organisiert und ich bin sehr nervös», sagt sie.

Vom Bundesplatz her, wo sich das Ziel des Frauenlaufs befindet, kommen viele Frauen mit glücklichen und mehr oder wenigen roten Gesichtern. Sie haben bereits die 10-Kilometer-Laufstrecke absolviert. «Es war sehr schön», beteuert die junge Frau aus dem Toggenburg. Die 10-Kilometer-Läuferinnen profitierten von den etwas früheren Startzeiten und man müsse beim Laufen auf den Körper hören. Die Laufzeiten dürften denn auch für viele Teilnehmerinnen sekundär sein. Zumal auch die Spitzenläuferinnen auf die Siegerzeiten des Vorjahres wohl wegen der warmen Temperaturen ein paar Sekunden einbüssten. Die Strecke über 5 Kilometer entschied Fabienne Schlumpf mit einer Zeit von 16 Minuten und 32 Sekunden für sich. Damit stand erstmals seit 2008 wieder eine Schweizerin zuoberst auf dem Podest des Frauenlaufs. Mit 37 Minuten und 7 Sekunden gewann Gabi Nyffeler-Berger aus Thunstetten das Rennen über 10 Kilometer. Die kompletten Ranglisten sind unter Datasportverfügbar.

Mit Freudensprüngen und Juchzern überqueren ununterbrochen Läuferinnen die Ziellinie. «Hopp Priska, hopp Daniela», ruft der Speaker. Teils bewältigen Frauen die letzten Meter des Rennens Hand in Hand mit der besten Freundin, andere setzen zum Sprint an und versuchen noch eine Konkurrentin zu überholen. Nach der Ziellinie zeigt sich aber auch: Vielen hat die Hitze zugesetzt. Sie lehnen sich erschöpft auf die Absperrgitter oder stützen ihre Hände auf die Knie. Am Rand der Auslaufstrecke stehen Wasserkübel mit Schwämmen, die rege benutzt werden. Frauen kühlen sich gegenseitig den Nacken damit. Wenn es ernster aussieht, greifen auch die Sanitäter mit den triefenden Schwämmen ein. «Der Frauenlauf ist trotz der heissen Temperaturen ohne ernsthafte Zwischenfälle über die Bühne gegangen», sagte Catherine Imhof von der Organisation Schweizer Frauenlauf in Bern nach Rennschluss.

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