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«Tanz Dich frei»: 70 Hinweise bei der Polizei eingegangen

Nach den Ausschreitungen rund um «Tanz Dich frei» vom Wochenende in Bern sind bei der Polizei rund 70 Hinweise eingegangen. Neu nehmen die Ermittler Bild- und Videomaterial auch elektronisch entgegen.

Das eingangs friedliche «Tanz dich frei» eskaliert, als Vermummte die Absperrungen am Bundeshaus angreifen.
Das eingangs friedliche «Tanz dich frei» eskaliert, als Vermummte die Absperrungen am Bundeshaus angreifen.
Adrian Moser
DIe Polizei reagiert mit Wasserwerfer...
DIe Polizei reagiert mit Wasserwerfer...
Adrian Moser
Eingangs herrschte bei «Tanz dich frei» aber trotz Regenguss und Kälte friedliche Stimmung.
Eingangs herrschte bei «Tanz dich frei» aber trotz Regenguss und Kälte friedliche Stimmung.
Adrian Moser
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Die Bevölkerung ist der Aufforderung der Behörden nachgekommen. Bisher gingen bei der Polizei 70 Meldungen ein, welche die Ermittlungen im Nachgang zu den Krawallen am Rande von «Tanz dich frei» stützen könnten.

Die Polizei sucht auch nach Bild- und Videomaterial, das identifizierbare Personen zeigt, die strafbare Handlungen begangen haben. Das Bildmaterial kann auf einer von der Polizei eingerichteten Internetseite hochgeladen werden. Für ein solches Angebot bestehe eine Nachfrage, bestätigt eine Polizeisprecherin. «Wer vielleicht gezögert hat, sich telefonisch zu melden oder lieber anonym bleiben möchte, hat nun eine zusätzliche Kontaktmöglichkeit.»

Das bisher eingegangene Material werde fortlaufend von Fahndern gesichtet und mit weiteren Hinweisen ausgewertet, teilten die Behörden am Donnerstag mit.

Die Ermittlungen laufen nach wie vor auf Hochtouren. Die nach den Ereignissen am Montag eingerichtete Hotline ist noch bis am Freitag in Betrieb.

Sachschaden: mehrere hunderttausend Franken

Nach einem friedlichen Beginn kam es in der Nacht auf Sonntag an der «Tanz Dich frei-Veranstaltung» zu Ausschreitungen. Rund 50 Personen wurden verletzt, darunter 20 Polizeikräfte. Es entstand Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.

Die Berner Behörden hatten die unbewilligte Veranstaltung im Vorfeld toleriert, rieten aber von einem Besuch ab. Dennoch nahmen Tausende an dem Anlass teil, der eine Mischung aus Party und politischer Forderung nach mehr Freiräumen war.

Bereits im Vorjahr hatten Tausende junger Bernerinnen und Berner an einer solchen Veranstaltung mitgemacht, damals verlief sie friedlich.

Die Organisatoren der Veranstaltung blieben anonym. Sie hatten über Facebook für ihre Veranstaltung geworben. Die Stadt Bern hatte vergeblich versucht, bei Facebook die Namen der Veranstalter zu erhalten.

SDA/hjo/jmw

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